Kategorie: natürlich MÜNCHEN, 02.2009, Die Welt in Zahlen

Grüne Vielfalt

Von: Sabine Ernst, 24.06.2010 | | weet | Teilen

100 Pflanzenarten beherbergt eine gepflegte Wildblumenwiese. Die Artenvielfalt an Gräsern, Kräutern und Blumen bietet außerdem zahlreichen Insekten eine ideale Nektarquelle, so Thomas Wagner, Sprecher des Landesverbandes Bayerischer Kleingärtner in München.

Grüne Vielfalt

Bei der fachgerechten Pflege allerdings sei weniger oft mehr: „Der größte Irrtum: Die Wiese braucht viel Dünger“, sagt Wagner. Doch gerade Wildblumen wie Klatschmohn und Kornblumen würden am besten auf kargem, nährstoffarmem Boden gedeihen. „Diese Blüher kommen mit überfütterten Böden nicht zurecht“, erläutert er. Hobbygärtnern empfiehlt Wagner daher, die Wiese nahezu sich selbst zu überlassen. So stelle sich die Artenvielfalt von ganz allein ein. „Die Blumenwiese als Anbauform kommt dem ökologischen Gärtnern sehr nahe“, so der Fachmann. Zweimal im Jahr sollte das Paradies allerdings gemäht werden. Mehr Informationen im Internet unter: www.l-b-k.de

Bio-Pause

100 500
Bio-Gerichte sind in den Mensen des Studentenwerks München im vergangenen Jahr verkauft worden. Im Durchschnitt zweimal pro Woche Bio-Pausestehen Gerichte aus ökologisch erzeugten Lebensmitteln in der Vorlesungszeit auf dem Speiseplan. Um diese anbieten zu können, muss das Studentenwerk allerdings bestimmte Vorschriften erfüllen: So dürfen alle verwendeten Zutaten – auch Öle und Gewürze – nur aus ökologischem Anbau oder tierischer Erzeugung stammen. Das Bio-Siegel kennzeichnet außerdem das kontrollierte Angebot. Von den bundesweit insgesamt 58 Studentenwerken bieten nach Angaben des Deutschen Studentenwerkes inzwischen 45 Bio-Essen an – und zwar in mehr als 140 Mensen. Das offizielle Bio-Siegel dürfen bundesweit derzeit 33 Studentenwerke verwenden. Mehr Informationen im Internet unter: www.studentenwerk-muenchen.de

 

Sauberer Strom

4 000
Münchner Haushalte sollen ab 2010 durch ein neues Wasserkraftwerk Sauberer Stroman der Praterinsel mit sauberem Strom versorgt werden. Das Praterkraftwerk ist ein Unternehmen der Stadtwerke München und des alternativen Energie-Dienstleisters Green City Energy. Es soll – abhängig vom Wasserstand der Isar – eine Leistung von 2,5 Megawatt erreichen und damit rund zehn Millionen Kilowattstunden im Jahr ins Netz einspeisen. Auf diese Weise könnten laut Unternehmen jährlich mehrere tausend Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Das neue Kraftwerk entsteht unterirdisch, unter den Kaskaden der Großen Isar. Durch die Kraft des Isar- Wassers werden Green City Energy zufolge in München jährlich rund 350 Millionen Kilowattstunden Ökostrom erzeugt. Mehr Informationen im Internet unter: www.greencity-energy.de

 

 




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