Sonnige Zeiten - Lukullischer Gruß von der Adria
Von: Katharina Partyka, 23.06.2010 | | weet | TeilenEine Gründergeschichte wie sie besser nicht sein kann. Vier Schulfreunde schmeißen ihre Top-Jobs hin, um einen Traum zu verwirklichen und sich selbstständig zu machen. Zuerst dachten sie, es klappt so nebenbei, aber nach nur sechs Monaten war klar: Wenn ihre Geschäftsidee Erfolg haben soll, müssen sie den Sprung ins kalte Wasser wagen. Bis auf ein Mitglied des Gründerteams zogen alle nach Köln, der Investmentbanker, der Industriedesigner und der Wirtschaftsinformatiker, und schlossen eine Lücke im Gastronomiebereich.

Schmissen ihre Top-Jobs hin und machten sich mit ihrer Geschäftsidee selbstständig: Philipp Schäfer, Rainer Gunz, Wolfgang Rübben (v. l.).
Mima heißt ihr „Baby“ und steht für Milano Marittima, einen norditalienischen Küstenort an der Adria. Es fehlen zwar Pinienwälder und Mittelmeer, um den Genuss perfekt zu umrahmen, aber wie in der adriatischen Heimatregion bietet das Bistro alle Wurst-, Käse-, Fisch- und Gemüsespezialitäten aus Norditalien. Die Hauptrolle spielt jedoch das Bruscadina. Es ist ein dünnes, frisch gebackenes Fladenbrot, das traditionell mit Olivenöl, Tomaten, Gorgonzola und Parmaschinken belegt wird. Ob als Wrap, große Ravioli oder Teigtasche – das Fladenbrot schmeckt in allen erdenklichen Variationen lecker, leicht und würzig.
Für Draußensitzer und Picknickfreunde gibt’s alle Gerichte zum Mitnehmen, obwohl es sich drinnen auf dem selbstentworfenen Interieur bequem speisen lässt. Keiner der Gründer hatte vorher je etwas mit Gastronomie zu tun. „Der Anfang war schon hart. Wir standen teilweise von morgens 8 Uhr bis 23 Uhr im Laden. Aber wir haben viel gelernt und sind stolz darauf, heute alles vor den Augen unserer Kunden frisch zubereiten zu können“, erzählt der 30-jährige Philipp Schäfer.
Für die Originalrezeptur der traditionellen Bruscadina flogen die Wahlkölner extra nach Italien, um sich für die Herstellung des Teigs schulen zu lassen. Sie machen alles von Hand: die Hauptgerichte, die Salate, Kuchen und Desserts. Sogar die Kaffeebohnen werden schonend von Hand geröstet. Sie verzichten komplett auf Tiefkühlgeräte – morgens wird alles frisch angeliefert und am Tage verbraucht. Es gibt Biobier und Bioweine, neuerdings auch mit Anmeldung abends zum Probieren.
„Wir halten uns bei der Auswahl und Herstellung der Zutaten an die Philosophie des Slowfood-Gründers Carlo Petrini: Buono, pulito e giusto – gut, sauber und fair“, sagt Rainer Gunz. Er hat seine Leidenschaft fürs Kochen entdeckt und ist verantwortlich für Produktentwicklung und Personal. Noch dieses Jahr sollen zwei weitere Mimas in Köln eröffnet werden, darunter ein Franchisebetrieb.
Mima
Neusser Straße 24/Venloer Straße 385
50670 Köln/50825 Köln
Tel.: (02 21) 26 04 57 07
E-Mail: info@mi-ma.eu
Internet: www.mi-ma.eu
Öffnungszeiten:
Mo. bis Sa. 9 bis 22 Uhr, So. 9 bis 21 Uhr
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