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		<title>www.natuerlichmagazin.de: bewusst handlen - nachhaltig leben</title>
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			<title>www.natuerlichmagazin.de: bewusst handlen - nachhaltig leben</title>
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			<title>Downshifting – der Schritt zurück ins eigene Leben</title>
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			<description>E-Mails, Handyanrufe, Meetings, Konferenzen, Twitter-Nachrichten. Jede neue Technik bringt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Ich bin umgestiegen, nicht ausgestiegen“, sagt Angie Sebrich. Ihr Event- und Stressleben als Kommunikationschefin des Musiksenders MTV hat sie 2001 gegen die Überschaubarkeit eines alten Bergbauernhofs in 1 200 Metern Höhe getauscht. Sie leitet mit ihrem Mann Mike die Jugendherberge auf dem Sudelfeld in den bayrischen Alpen. Dabei mochte sie ihren aufreibenden Job bei MTV, ging gerne auf die vielen Partys und jettete für ihren Arbeitgeber durch die Welt. Ein komisches Gefühl beschlich sie, als sie sich in den jungen Mann verliebte, der damals ihre Münchner Wohnung renovierte. Während sie von <img clickenlarge="1" class="links" style="float: left;" alt="Angie Sebrich hat ihr Glück gefunden. Sie hat ein hektisches Jetset-Leben als Pressesprecherin von MTV gegen die Rolle einer Herbergsmutter in den Alpen eingetauscht" title="Angie Sebrich hat ihr Glück gefunden. Sie hat ein hektisches Jetset-Leben als Pressesprecherin von MTV gegen die Rolle einer Herbergsmutter in den Alpen eingetauscht" src="uploads/RTEmagicC_angie-mike-karotten-2006_Kopie.jpg.jpg" width="300" height="200" />einem Termin zum nächsten sauste, saß er mit Freunden im Biergarten. Ihre teuren Klamotten interessierten ihn nicht die Bohne. Für ihr „Miles-and-More“-Leben bemitleidete er sie. Inzwischen leben die beiden zusammen.<br /> Ihren Wechsel von „Hype zu Heidi“, wie damals der „Spiegel“ über sie schrieb, hat sie „nicht einen einzigen Tag bereut“. Als Herbergsmutter sieht sie ihre beiden Kinder aufwachsen und kann mit ihnen auch nachmittags mal an den nächsten See zum Baden fahren. Dank der Kinder haben sich „ihre Wertigkeiten verändert“. Sie genießt es, bewusster und selbstbestimmt zu leben. „Mir geht’s doch gut, ich bin gesund, meine Familie auch“, sagt sie. Darauf kommt es ihr an und nicht auf das Geld, das sie verdient – solange sie davon leben kann. Damals bei MTV hatte sie das Dreifache. 
<p class="welt"><b>Tipps für Downshifter <img clickenlarge="1" class="rechts" style="float: right;" src="uploads/RTEmagicC__c__Thomas_Pentenrieder_ap__Kopie.jpg.jpg" width="300" height="200" alt="" /><br /><br /></b><b>Machen Sie Termine mit sich selbst. </b>Lassen Sie bewusst Lücken in Ihrem Kalender. Zeit zum Durchatmen, für einen Spaziergang oder fürs Nichtstun … fest und verbindlich wie die nächste wichtige Konferenz. <br /><br /><b>Nehmen Sie Frei-Zeit beim Wort.</b> Muss es jeden Abend ein Termin sein? Lassen Sie ein Wochenende einfach mal Wochenende sein. Ohne Verpflichtung und Verabredung. „Wenn ich Kartoffeln schäle, schäle ich Kartoffeln.“ Vergessen Sie Multitasking. Männer können’s eh nicht und für Frauen ist es meist ungesund. Konzentrieren Sie sich ganz auf das, was Sie gerade tun. Dann macht es mehr Spaß und stresst Sie weniger. <br /><br /><b>Delegieren Sie. </b>Müssen Sie alles selbst machen? Es gibt viele Dienstleister, die Ihnen zu bezahlbaren Preisen viel Arbeit abnehmen können: Putzdienste, Wäschereien und Reinigungen (die auch Hemden und Bettwäsche bügeln), Fensterputzer … <br /><br /><b>Hören Sie auf Ihre innere Stimme. </b>Ein vages Gefühl, dass etwas nicht stimmt, ist meist ein wichtiges Warnsignal. Schauen Sie genau hin. Was stört Sie? Was wünschen Sie sich anders und wie soll es sein? <b><br /><br />Nehmen Sie sich kleine Auszeiten</b> – ein verlängertes Wochenende oder eine Urlaubswoche – in der Sie unverplante Zeit zum Nachdenken haben. Lassen Sie Ihre Gedanken fließen und schreiben Sie auf, was Ihnen zu Ihren Wünschen einfällt. Auf dem Weg zu einem entspannteren Leben gehen viele „Downshifter“ den sanften Weg: eine Besinnungswoche im Kloster, ein Hobby, mit dem sich nebenberuflich Geld verdienen lässt, oder der Umstieg in Teilzeit. <b><br /><br />Machen Sie eine Bestandsaufnahme:</b> Wo stehen Sie, wo wollen Sie hin? Was ist Ihnen wichtig? Worauf möchten Sie nicht verzichten? Es hilft, je einen Punkt auf eine Karteikarte oder einen Zettel zu schreiben und diese dann nach Prioritäten zu sortieren. <b><br /><br />Was brauchen Sie wirklich? </b>Wissen Sie, wie viel Geld Sie jeden Monat zum Leben benötigen? Rechnen Sie genau nach. Weniger macht frei. Besitz belastet, kostet Geld und vor allem Zeit: Das Auto muss zum TÜV und in die Werkstatt. Ist Car-Sharing eine Alternative? Da kümmern sich andere um Werkstatttermine, Reifenwechsel, TÜV und Versicherungen. Sie buchen und fahren los. Das spart Zeit und Geld. (Ferien-)Haus und Garten brauchen Pflege und teure Handwerker, Geräte gehen kaputt. Entrümpeln Sie – auch Ihre Kontakte, Termine und Veranstaltungen. Wer und was ist Ihnen wichtig und wer steht Ihnen im Weg. Setzen Sie auch zwischenmenschlich Ihre Schwerpunkte. <br /><br /><b>Vereinfachen Sie Ihr Leben: </b>Wäre ein Umzug nicht sinnvoller, als jeden Tag zwei Stunden zur Arbeit zu fahren? Geht es mit der Bahn nicht schneller? Im Zug können Sie lesen, träumen, nachdenken, arbeiten, schlafen … und kommen entspannter staufrei an. Lohnen sich für jedes Schnäppchen die zeitaufwendige Suche und die vielen Umwege? Wenn Sie ein paar Sachen weniger kaufen, müssen Sie beim nächsten Mal nicht so weit fahren, nur um ein paar Euro zu sparen. <br /><br /><b>Jede große Reise beginnt mit dem ersten Schritt:</b> Zerlegen Sie Ihre großen Träume in kleine Häppchen. Dann werden sie realistischer. Sie träumen von einem anderen Beruf? Machen Sie im nächsten Urlaub ein (unbezahltes) Praktikum dort, wo Sie arbeiten möchten. Dann erleben Sie, wie sich Ihr Traumjob anfühlt. Sie möchten sich selbstständig machen? Versuchen Sie es zunächst nebenberuflich. <br /><br /><b>Probieren Sie Neues Schritt für Schritt aus.</b> Wissen ist Macht: Recherchieren Sie, zum Beispiel im Internet, in öffentlichen Bibliotheken und fragen Sie die Menschen, die machen, wovon Sie träumen: Freunde, Bekannte, Fachleute, fast jede/r erzählt gerne von sich, wenn sich jemand ernsthaft für sie/ihn interessiert. <b><br /><br />Ein Freund, ein guter Freund:</b> Sprechen Sie mit Freunden und Bekannten über Ihre Pläne und suchen Sie sich Hilfe. Mut braucht Unterstützung </p>
<b>Ausstieg statt Aufstieg<br /></b>
 „Die meisten wissen doch gar nicht, wie viel sie wirklich zum Leben brauchen“, gibt ein weiterer „Downshifter“ zu bedenken. Carsten Alex hat seine Karriere bei einem Autokonzern drangegeben, um auf Weltreise zu gehen. „Wer im Mangel aufwächst“, schreibt er in seinem Buch „Der Auszeiter“, „träumt wohl unweigerlich davon: Geld, Macht, Karriere.“ Mit 32 hatte er es geschafft: Prokurist eines großen Autohauses, Luxusdienstwagen, sechsstelliges Jahresgehalt. Und dann? Auf dem Weg nach oben war irgendwo zwischen berufsbedingten Umzügen und sehr viel Arbeit seine Ehe zerbröselt. Obwohl ihn seine erfolgsverwöhnten Freunde für verrückt erklärten, schmiss er den Job hin. Er kündigte seine Wohnung, verkaufte das Auto und lagerte seine Sachen ein. „Irgendwie asozial, nicht mehr zugehörig“ fühlte er sich ohne Wohnung, ohne Auto und vor allem ohne Arbeit. Zwanzig Monate reiste er um die Welt, stand eines Tages mittellos irgendwo in der Mongolei, lieh sich Geld von Freunden in Deutschland, half Einheimischen bei der Gründung eines Kinderhilfsprojektes in Guatemala und lernte, dass er glücklich und zufrieden sein konnte, auch wenn <img clickenlarge="1" class="links" style="float: left;" alt="Geld, Macht, Karriere: Carsten Alex langweilte sich und stieg erfolgreich aus" title="Geld, Macht, Karriere: Carsten Alex langweilte sich und stieg erfolgreich aus" src="uploads/RTEmagicC_dpi_600_Kopie.jpg.jpg" width="300" height="331" />er „nichts zu tun hatte. Ich erfreute mich an der Natur, dem Gezwitscher der Vögel, dem Blau des Meeres und dem Rauschen des Windes.“ <br />Schon auf dem Rückweg fühlte er sich am Flughafen in Los Angeles wie im falschen Film. „Alles ist so unwirklich, künstlich und aufgesetzt. Mit 25 US-Dollar können wir einem Kind in Guatemala den Schulbesuch für ein Jahr ermöglichen? Mein Häagen-Dasz-Eis hat gerade sechs gekostet!“ Zurück in Deutschland wunderte er sich über die Fragen seiner Freunde. Sie wollten wissen, was die Reise gekostet habe und was er nun arbeiten wolle. Nur wenige fragten nach seinen Eindrücken und Gefühlen. Als er sich eine billige Wohnung im Berliner Arme-Leute- und Migranten-Kiez Moabit mietete, warnten ihn die Bekannten vor Dreck und zu vielen Ausländern. Für uns Deutsche, schreibt Alex, ist das Glas immer halb leer. Unser Land lebt im Morgen und Übermorgen. Das Individuum könne sich dieser Energie nicht entziehen. Carsten Alex fand über seine alten Kontakte wieder einen Job bei dem Autokonzern, diesmal als Controller. Theoretisch sucht die WirtBlau des Meeres und dem Rauschen des Windes.“ Schon auf dem Rückweg fühlte er sich am Flughafen in Los Angeles wie im falschen Film. „Alles ist so unwirklich, künstlich und aufgesetzt. Mit 25 US-Dollar können wir einem Kind in Guatemala den Schulbesuch für ein Jahr ermöglichen? Mein Häagen-Dasz-Eis hat gerade sechs gekostet!“ Zurück in Deutschland wunderte er sich über die Fragen seiner Freunde. Sie wollten wissen, was die Reise gekostet habe und was er nun arbeiten wolle. Nur wenige fragten nach seinen Eindrücken und Gefühlen. Als er sich eine billige Wohnung im Berliner Arme-Leute- und Migranten-Kiez Moabit mietete, warnten ihn die Bekannten vor Dreck und zu vielen Ausländern. Für uns Deutsche, schreibt Alex, ist das Glas immer halb leer. Unser Land lebt im Morgen und Übermorgen. Das Individuum könne sich dieser Energie nicht entziehen. Carsten Alex fand über seine alten Kontakte wieder einen Job bei dem Autokonzern, diesmal als Controller. Theoretisch sucht die Wirtschaft ja immer Querdenker, Exoten oder Freigeister – „Von wegen!“, erinnert er sich an seine Arbeitssuche.<br /> Lange hielt er es als Angestellter bei den Autobauern nicht aus. „Da ging es nur um Rechenschaft. Mein Vorgesetzter hat sich über vier Prozent Kostensteigerung im Fuhrpark aufgeregt und ich hatte das ganze Elend in Indien und Bangladesch gesehen“, erinnert er sich an seine letzten Tage im Job. Dann kam die Sinnfrage, dann der Auflösungsvertrag. Mit der Abfindung in der Tasche machte er sich selbstständig. Heute vermittelt Alex seine Erfahrungen als Coach und Berater an seine Klienten. „Die Nachfrage ist groß“, freut er sich. Seinen Ausstieg hat er kein einziges Mal bereut. Viele seiner Klienten seien völlig erschöpft, arbeiten am Limit und „pfeifen aus dem letzten Loch“. Ihnen empfiehlt er, sich erst mal „kleine regelmäßige Auszeitinseln“ zu schaffen, Denk- und Atempausen, zum Beispiel einmal pro Woche um 16 Uhr Feierabend zu machen. 
<b>Dem Leben Freiraum geben</b>
 Auch Arnd Corts spricht aus eigener Erfahrung, wenn er seinen Klienten Entschleunigung in kleinen Schritten empfiehlt. „Entrümpeln Sie Ihr Privatleben und schaffen Sie sich zeitliche Freiräume“, rät der Wirtschaftsingenieur, der neben seinem Job als Marketingspezialist eine Weiterbildung zum Persönlichkeitstrainer gemacht hat. Dann qualifizierte er sich zum Therapeuten und baute seine Selbstständigkeit immer weiter aus. Als „Faustformel“ für den Ausstieg aus dem Job empfiehlt Corts, mindestens so viel Geld zurückzulegen, wie man für sechs Monate braucht. Ideal findet er die „Entkoppelung von Arbeit und Einkommen“. Wer mit 1 000 Euro im Monat auskommt, braucht ungefähr 400 000 auf dem Konto, um nur von den Zinsen zu leben. „Was genau heißt Sicherheit und wie sicher sind Angestelltenjobs heute noch?“, fragt er Klienten, die Angst vor einem Sprung ins kalte Wasser haben. 
<p class="welt"><b>Buchtipps<br /><br /></b>Angie Sebrich<br /><b>Nichts gesucht und viel gefunden<br /></b>Von der Medienfrau zur Herbergsmutter.<br />Mein fast normales Leben<br />160 S., 12,95 Euro<br />ISBN: 978-3-451-03016-1<br /><br />Carsten Alex<br /><b>Der Auszeiter<br />Vom Management ins Leben – und zurück<br /></b>166 S., 8,90 Euro<br />ISBN: 978-3-000-21376-2<br /><br /><b>Auszeit als Chance<br />Mit Sabbatical der Karriere auf die Sprünge helfen<br /></b>256 S., 19,95 Euro<br />ISBN: 978-3-854-36407-8</p>]]></content:encoded>
			<category>natürlich überregional</category>
			<category>03.2009</category>
			<category>Bewusst Leben</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 12:33:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Einsatz ohne Zuschauerquote</title>
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			<description>Maria Furtwängler ist zum vierten Mal in Kalkutta. Sie kennt die Gegend, die Menschen, ja selbst...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Ein heißer Tag im Januar, dem eigentlich kältesten Monat im Nordosten Indiens. Wir stehen in einer sogenannten Kutcha- Hütte aus Blättern, Holz und Erde. Kaum ein Lichtstrahl dringt durch die Lattenwände, es ist stickig, das Hemd klebt sofort am Körper. Immerhin sind hier keine Asbestplatten mehr verbaut, die in der Nachbarschaft oft zu Lungenkrebs führen. Die Luftverschmutzung mit dem hohen Gehalt an Feinstaub ist ein fast unlösbares Problem und die Schattenseite der fortschreitenden Industrialisierung. Maria Furtwängler ist hier, um ein Mädchen zu besuchen, das an Tuberkulose leidet. Als Kuratoriumspräsidentin der „Ärzte für die Dritte Welt“ hat sie engen Kontakt zu den Projekten. Sie kennt die Patientin schon aus dem letzten Jahr. Ohne Berührungsängste begrüßt sie die Familie und erfährt vom Vater, dass hier sieben Personen auf engstem Raum leben. Das ist keine Ausnahme in Kalkutta, der viertgrößten Stadt des Landes: Ein Drittel der innerstädtischen Bevölkerung, also rund 1,7 Millionen Menschen, lebt in den über 5 500 Slums – und nur die Hälfte ihrer Einwohner am Rande der Stadt ist an ein Wasserleitungsnetz angeschlossen, der andere Teil benutzt Hydranten auf der Straße oder verseuchte Kanäle und Rinnsale. Infektionserkrankungen wie Diarrhöe, Ruhr und Cholera sind dort tägliche Begleiter. 
<b>Helfen gegen die Ohnmacht</b> 
Wir treten aus dem Verschlag ins gleißende Sonnenlicht. Während es uns die Sprache verschlagen hat, ist Evelyn Seltmann, eine Gynäkologin aus Niedersachsen, schon zum nächsten Termin unterwegs. Maria Furtwängler bleibt bei uns: „In Kalkutta hat sich über die Jahre einiges getan. Doch es gibt Stellen, wo die Zustände nach wie vor grauenvoll sind. In Indien erkranken jährlich eine Million Menschen an Tuberkulose, 200 000 Menschen sterben an den Folgen. Die Gründe hierfür haben Sie gerade gesehen: Armut, Minderernährung und die Tatsache, dass die Menschen auf engstem Raum leben müssen.“ Angesichts des Elends und der Armut wäre Resignation für Außenstehende eine nachvollziehbare Reaktion. Furtwängler, selbst promovierte Medizinerin, schützt sich durch den professionellen Blick: „Das erste Mal ist schockierend: der Gestank, der Dreck, die Krankheiten. Ich hatte beim ersten Besuch gleich ein Kind mit einer offenen Tuberkulosewunde auf dem Arm. Da muss man als Ärztin sofort die Berührungsängste verlieren – ich kann ja gar nicht untersuchen, ohne anzufassen. Man hat was zu tun, man ist nicht ausgeliefert, man ist nicht ohnmächtig.“ Ob durch medizinische Hilfe oder Spendensammeln – jeder bringt sich bei „Ärzte für die Dritte Welt“ nach seinen Möglichkeiten ein. Die Idee hinter der Organisation ist ganz einfach: Die „German Doctors“, wie sie hier genannt werden, arbeiten in ihrem Jahresurlaub mindestens sechs Wochen lang in Elendsgebieten Asiens, Afrikas und Südamerikas. Furtwängler hat größten Respekt vor ihren Leistungen: „Eine unglaubliche Geste! Sie verzichten nicht nur auf ihren Urlaub, sie zahlen auch die Hälfte der Flugkosten selbst und wohnen sechs Wochen in den Slums.“ Was sind das für Menschen, die sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit derart aufopfern? 
<img clickenlarge="1" class="links" alt="Bei ihrem vierten Aufenthalt in Kalkutta ist Maria Futwängler den Einwohnern keine Unbekannte mehr" title="Bei ihrem vierten Aufenthalt in Kalkutta ist Maria Futwängler den Einwohnern keine Unbekannte mehr" src="uploads/RTEmagicC_Maria28Roba.jpg.jpg" width="300" height="166" />
<b>Als Lohn ein „Danke“ </b>
Der Jesuitenpater Dr. Bernhard Ehlen hat 1983 die Hilfsorganisation ins Leben gerufen, seitdem ist sie auf den Philippinen und in Indien aktiv. In Bangladesh ist sie seit 1989 mit drei Schulen, einer Gesundheitsstation, einer „rollenden“ Klinik und einer Feeding-Station für unterernährte Mütter und Babys im Einsatz. Es folgten Kenia mit einem HIV-Schwerpunkt und Nicaragua. Bisher haben weit über 2 000 Mediziner geholfen, sie kamen bislang auf mehr als 4 700 Einsätze. „German Doctors“ erhalten weder Spesen noch Honorar, der Lohn ihrer Arbeit sind die glücklichen Augen ihrer Patienten und das Gefühl, wirklich Bedürftigen geholfen zu haben. Furtwängler kann ihre Motivation verstehen: „Es sind in gewisser Weise Idealisten, Menschen, denen es eine unwahrscheinliche Befriedigung verschafft, anderen helfen zu können. Auch wenn ich in viel geringerem Maß mithalf, kann ich das bestätigen: Wenn es einem gelingt, mit geringsten Mitteln schwerste Krankheiten zu bekämpfen, dann ist das extrem eindrucksvoll und befriedigend.“ Dass schon kleine Summen helfen können belegt beispielsweise der finanzielle Aufwand für den Schulbesuch eines an Tuberkulose erkrankten Kindes: Er kostet mit 25 Euro im Monat weniger als eine halbe Tankfüllung. „Wissen Sie, der größte und für mich wichtigste Teil der finanziellen Ausstattung der Organisation sind die privaten Spenden, z. B. der Rentnerin, die von ihrer Rente 80 Euro abgibt. Das ist unglaublich großzügig, deswegen ist es mir auch immer so wichtig zu schauen, wie mit dem Geld umgegangen wird. Und das ist bei den ‚Ärzten in der Dritten Welt‘ absolut beispielhaft.“<b><br /></b>
<b><br />Erfolg und Engagement </b>
Der Weg zum ehrenamtlichen Engagement war auch bei Maria Furtwängler nicht vorhersehbar: Zuerst schlug die Tochter eines Architekten und einer Schauspielerin eine sehr künstlerische Richtung ein. Sie nahm Gesangsstunden, modellierte und goss Bronzefiguren. Mit acht Jahren stand sie 1974 das erste Mal vor der Kamera. In der Schulzeit war sie nach eigenen Worten „schnell und vorlaut“, zumindest Ersteres gehört immer noch untrennbar zu ihrem Charakter. Nach dem Medizinstudium an der Universität Montpellier lernte sie den Verleger Hubert Burda kennen, sie heiraten 1991. Nach ihrer Promotion 1996 praktizierte sie in der Praxis von Dr. Udo Beckenbauer, der sie mit seiner Begeisterung für die Arbeit der „Ärzte für die Dritte Welt“ ansteckte. Nach einem Treffen mit dem charismatischen Gründer Bernhard Ehlen war auch sie infiziert. „Mein soziales Engagement erwachte aber eigentlich erst, als ich Mutter wurde. Meine Kinder wachsen in einem Umfeld auf, in dem man die Dinge allzu leicht für selbstverständlich hält. Davor wollte ich sie von vornherein bewahren, dachte aber zugleich: ‚Wie schaut’s denn bei mir selber aus? Was mache ich aus meinen Möglichkeiten?‘“ Nach der Grundsatzentscheidung für die Schauspielerei ist die Arbeit in der Organisation die Brücke zu ihrem ersten Beruf. Mittlerweile rührt sie seit elf Jahren die Spendetrommel. Als Kuratoriumspräsidentin nutzt Furtwängler ihre Popularität und gute Kontakte, sammelt Geld von großen Unternehmen und organisiert Sachspenden für die Entwicklungsländer. Seit 2002 ist sie durch Ihre Rolle der „Tatort“-Kommissarin Charlotte Lindholm Millionen Zuschauern bekannt, fünf Jahre später hat sie die Idee, Lindholm zur ersten schwangeren deutschen Kommissarin zu machen. „Ich wollte von diesem unglaublichen Glück erzählen, das Kinder sind. Ich finde, wir gehen in Deutschland viel zu wenig emotional an das Thema heran. In meinem Leben sind Kinder die größte Erfüllung, das größte Glück, die größte Liebe. Das klingt pathetisch, aber: So ist es. Für ein Kind kann man sich nur mit dem Gefühl entscheiden.&quot;
<img clickenlarge="1" class="rechts" alt="Als promovierte Medizinerin weiß sie, welch schwere Arbeit die „German Doctors“ hier leisten" title="Als promovierte Medizinerin weiß sie, welch schwere Arbeit die „German Doctors“ hier leisten" src="uploads/RTEmagicC_Maria046Roba.jpg.jpg" width="300" height="200" />
<br /><b>K</b><b>arrie</b><b>re mit Kindern </b>
Maria Furtwängler ist gerne ein Familienmensch, will für ihre beiden Teenager ansprechbar sein, und wie bei fast jeder berufstätigen Mutter ist das ein Spagat. „Mein Leben hat sich durch die Kinder grundlegend verändert. Seitdem überlege ich, wie ich meinen Beruf mit den Kindern vereinbare und wie es meinen Kindern geht, wenn ich arbeite.“ Ein Gedanke, der den meisten Männern neu ist. Doch, gibt sie zu, hier verändert sich die gesellschaftliche Sicht. Nur bei den Rahmenbedingungen in Deutschland hapert es noch immer, da kann die kühle Blonde sehr leidenschaftlich werden: „Man ist schnell eine ‚Rabenmutter‘, wenn man trotz Kleinkindern noch berufstätig ist. Das wird verteufelt. Das eigentliche Problem ist aber, dass in Deutschland einerseits die Betreuungsangebote für Kleinkinder so selten und vor allem schlecht sind. Und dass die Betreuung von Kleinkindern so verteufelt wird. An dieser Stelle sollte man mal den Blick über den Zaun nach Frankreich oder Italien werfen. Dort ist es gang und gäbe, dass man seine Kinder mit einem halben oder mit einem Jahr in Krabbelgruppen gibt. Im Schnitt kommen sie dort auf eine Geburtenrate von knapp zwei, wir sind etwa bei 1,3 pro Frau.“ 
<b>Vorbild oder guter Ton? </b>
Neben den 80 Drehtagen nun also noch ein Spendenmarathon, Bittbriefe an die deutsche Industrie und Reisen in die Dritte Welt. Gibt es manchmal kritische Worte für den TV-Star, der kurz mal einen Slum besucht und ein Kind in die Kamera hält? Maria Furtwängler kennt dieses Gefühl: „Distanz spürte ich bei den Ärzten anfangs tatsächlich, was ich gut verstehen kann. Die machen sechs Wochen oder sogar drei Monate einen harten Job, und plötzlich kommt da jemand, der sich in den Vordergrund schiebt. Bei meiner letzten Reise hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass diese Vorbehalte völlig weg waren. Dass ich über viele Jahre im Stillen Sponsoren mobilisierte und meine privaten Einnahmen aus einer zugehörigen Werbekampagne spendete, hat vermutlich die letzten Zweifel an meiner Aufrichtigkeit und Beharrlichkeit beseitigt.“ Sie weiß, dass sie mehr sein muss als die Frau eines wichtigen Verlegers. Und sie nimmt diese Funktion in der Öffentlichkeit offensiv wahr, medienwirksam und stets reflektiert: „Natürlich können Sie sagen: ‚Die macht das, weil es zum guten Ton gehört.‘ Aber vielleicht macht sie das auch, weil sie sich sagt: ‚Ich habe zwei gesunde Kinder, ich lebe in einer sehr privilegierten Welt und führe ein sehr privilegiertes Leben. Und ich kann und muss davon etwas abgeben. Ich habe viel zu geben und vielleicht empfindet man das erstmals, wenn man Mutter wird. Irgendwie geht das Herz auf und man hat das Gefühl, man kann noch mehr tun.‘ Und wenn ich das damit demonstriere, ist es gut.“ Es gibt aber für Maria Furtwängler noch einen ganz persönlichen Grund, sich immer wieder für gute Zwecke einzusetzen: „Ich komme jedes Mal mit einem größeren Stück Dankbarkeit für das Leben, was wir in unserer Welt leben dürfen, zurück.“ 
<p class="welt"><b>„Ärzte für die Dritte Welt“<br /><br /></b> fördert derzeit neun Langzeitprojekte in fünf Ländern. Das Konzept: Ausgebildete Mediziner tauschen ihren erholsamen Jahresurlaub in einen mindestens sechswöchigen Einsatz auf den Philippinen, in Indien, Nicaragua, Bangladesh oder Kenia. Projektspenden fließen nahezu vollständig in die Arbeit in den Entwicklungsländern. Spendengelder werden hauptsächlich für Medikamente, Verbandsstoffe, medizinische Geräte und Zusatznahrung für unterernährte Kinder verwendet. Die Verwaltungskosten (nur ca. 7,5 % der Gesamtausgaben) übernimmt ein separater Förderkreis. Derzeit helfen jährlich ca. 330 Ärztinnen und Ärzte in medizinisch unterversorgten Gebieten. So werden täglich über 3 000 zum Teil schwer kranke Menschen behandelt, die sonst keine Möglichkeit einer ärztlichen Versorgung hätten. Weitere Infos unter: <link http://www.aerzte3welt.de / _blank "external-link-new-window">www.aerzte3welt.de </link></p>]]></content:encoded>
			<category>natürlich überregional</category>
			<category>03.2009</category>
			<category>Titelthema</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 26 Aug 2010 11:14:00 +0200</pubDate>
			
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			<title>Die Eifeler Senf-Dynastie</title>
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			<description>Seit 1882 produziert die Familie Breuer in Monschau Senf. Und das mit Erfolg: In den vergangenen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Wenn die Mühle im Hause Breuer klappert, klingt die Tradition mit. Seit mehr als hundert Jahren rappelt die mehrere Meter große Senfmühle der Familie; eine altertümliche Maschine treibt zwei historische Mühlsteine an, unter deren Druck sich die einzelnen Zutaten in zwei Mahlvorgängen zu einem leckeren Senf vermischen, der am Ende in einen großen Holzbehälter tropft. Bis zu 400 Kilogramm des Gewürzes pro Tag können so nach dieser Methode der Vorfahren produziert werden. „Mein Ururgroßvater hat 1882 mit seinem Bruder erstmals unseren Ursenf hergestellt und verkauft“, erklärt die Juniorchefin Ruth Breuer (45), die mit ihrem Vater Guido Breuer (69) das Familienunternehmen in der vierten und fünften Generation leitet. „Seitdem wurde die Senfmühle von Generation zu Generation weiterbetrieben. Ich bin zum Beispiel mit den Geräuschen der Maschine groß geworden. Von meinem Schlafzimmer aus konnte ich den Mahlvorgang hören – und deswegen auch immer besonders gut schlafen.“ 
<p class="welt"><b>Süß, scharf, fruchtig:</b> <b>19 Sorten Senf </b><img clickenlarge="1" class="links" style="float: left;" alt="Süß, scharf, fruchtig: 19 Sorten Senf" title="Süß, scharf, fruchtig: 19 Sorten Senf" src="uploads/RTEmagicC_Senf.jpg.jpg" width="220" height="211" /><br />Neben dem „Ursenf“ von 1892 und dem Kaisersenf von 1897 werden 17 weitere Sorten hergestellt, alle kreiert von Guido Breuer und seiner Familie. Es gibt Senf in den Richtungen: grüner Pfeffer, Chili, Meerrettich (alle scharf), Honig-Mohn, Altdeutsch (beide süß), Limone, Orange, Tomate, Johannisbeere, Feige (alle fruchtig) und zudem Knoblauch, Estragon, Englisch- Curry, Schlesisch mit Kümmel, Riesling, Wildkräuter-Bärlauch sowie Ingwer-Ananas. <b><br /><br />Senf-Pralinen, Senflikör und mehr</b> <br />In der Senfmühle wird nicht nur Senf hergestellt. Das Sortiment ist in den vergangenen Jahren extrem gewachsen. So gibt es unter anderem einen Sahne-Senflikör mit Namen „Moutardino“, ein Senfsalatöl sowie eine Wellness-Linie mit Badesalz, Meersalzpeeling und Massageöl (natürlich alles mit dem Zusatz von Senf). Größter Clou sind aber die Senfpralinen, die zusammen mit einem belgischen Confiseur hergestellt werden. Schmeckt wirklich! </p>
<b>Streng geheim – die richtige Gewürzkombination </b>
<b></b>Dabei wird der Senf nicht im klassischen Sinne gemahlen. Das Senfmehl wird fertig angeliefert, die Mühlsteine dienen „nur“ dazu, dass sich die einzelnen Bestandteile, die vorher schon angerührt worden sind, miteinander verbinden. „Im Gegensatz zu Industrieprodukten ist unser Senf kalt vermahlen“, erklärt Breuer. „Dadurch entfaltet sich der Geschmack besser und die Zutaten verbinden sich besser.“ Neben Senfmehl, Essig und Kochsalz ist die richtige Gewürzkombination entscheidend für den Geschmack, diese ist natürlich geheim. „Wir arbeiten ohne Konservierungsstoffe und Aromen“, erklärt die Juniorchefin. „Salz und Essig sorgen dafür, dass sich der Senf auch so lange hält.“ <br />Insgesamt 19 verschiedene Sorten Senf werden zurzeit in der Senfmühle hergestellt. Dabei auch exotische Sorten wie Honig-Mohn- oder Feigensenf. Eine einzelne Sorte zu kreieren, ist dabei ein langwieriger Prozess. „Das kann ein bis zwei Jahre dauern“, verrät Breuer. „Schließlich kann sich der Geschmack des Senfes nach einiger Zeit verändern – dann muss man wieder von vorne anfangen.“ <br />Vor allem seit den 1980er Jahren floriert das Geschäft. Inzwischen arbeiten bis zu 50 Mitarbeiter für die „Eifeler Senfdynastie“, die sich vom kleinen Familiengeschäft zu einem prosperierenden Unternehmen mit eigenem Shop und Restaurant gemausert hat. Dass die Geschäfte so gut laufen, liegt sicher auch an der Liebe der Familie zu ihren eigenen Produkten. „Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass mein Mann, mein Sohn und ich extrem viel Senf essen“, erklärt Ruth Breuer. „Wir haben ausgerechnet, dass wir im Jahr auf rund 30 Kilo Senf kommen. Bei uns gibt’s eigentlich keine Mahlzeit ohne Senf. Und mein Vater isst sogar noch mehr – besonders, wenn die neuen Senfkreationen da sind.“ Dennoch: Auch wenn die Breuers den Senf quasi mit der Muttermilch aufgesogen haben, fällt es nicht immer leicht, die Tradition fortzusetzen. So musste Seniorchef Breuer seinen Vater vor Jahrzehnten überreden, die Produktion aufrechtzuerhalten. Und auch die Juniorchefin Breuer hat einige Anläufe gebraucht, um wieder zu ihrer alten Heimat zurückzufinden. „Nach meinem Abitur war es für mich zunächst kein Thema, in der Mühle einzusteigen“, erklärt die 45-Jährige, die zwischenzeitlich in Aachen, Koblenz und Köln gelebt hat. Und auch eine erste Rückkehr nach Monschau scheiterte nach knapp zwei Jahren. „2000 bin ich nach einem Generationenkonflikt wieder aus dem elterlichen Betrieb ausgestiegen und nach Gütersloh gezogen.“ 
<p class="welt"><b>Das ist die Senfmühle <br /></b>Die Senfmühle liegt im Laufental am Rande des Eifel-Städtchens Monschau (12 000 Einwohner, Regierungsbezirk Köln) rund 100 Kilometer von Düsseldorf und Köln entfernt. Neben der Senfmühle gibt es ein Restaurant, ein Wohnhaus, einen Weinkeller und einen Shop, in dem täglich Senf gekauft werden kann. Führungen gibt’s mittwochs und freitags (11 und 14 Uhr) und auf Anfrage. Infos, Öffnungszeiten, Anfahrtswege, Bestellmöglichkeiten und mehr unter: <link http://www.senfmühle.de / _blank "external-link-new-window">www.senfmühle.de </link></p>
<b>Senf ist dicker als Blut</b> 
Doch wer wie Ruth Breuer einmal am Familien-Senftopf genascht hat, der ist für immer mit der Tradition verhaftet. „Die Mühle hat mich nie losgelassen“, erklärt sie heute lächelnd. „Ich hätte es nicht über das Herz gebracht, mich ganz von ihr zu trennen.“ Und so überredete die Juniorchefin 2004 ihren Mann, auf seine Karriere zu verzichten, um wieder nach Monschau aufs Land zu ziehen – der Familie und dem Senf zuliebe. <br />Die Zukunft der Senfmüller-Dynastie scheint gesichert. Denn auch der siebenjährige Emil, Sohn von Ruth Breuer, ist ein echter Senf-Fan. „Er futtert schon fleißig unsere Produkte“, lacht die Mutter. „Ich fände es sehr schön, wenn er die Mühle einmal übernimmt.“ Doch bis es soweit ist, wird noch einige Zeit vergehen. Und bis dahin hat die Juniorchefin noch große Pläne. „Ich will hier einiges schaffen“, sagt sie. „So schwebt mir etwa der Bau eines interaktiven Senfmuseums vor, gleich neben der klappernden Mühle.“ 
<p class="welt"><b>Historische Senfmühle</b><b> Monschau<br /></b>Laufenstraße 118<br />52156 Monschau<br />Tel.: (0 24 72) 22 45<br />Fax: (0 24 72) 59 99<br />E-Mail: <link info@senfmuehle.de - mail "Opens window for sending email">info@senfmuehle.de</link><br />Internet:<link http://www.senfmuehle.de/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window"> www.senfmuehle.de</link><br /><br /><b>Senfonie – Der Eckladen für Genießer<br /></b>Kirchstraße/Ecke Stadtstraße<br />52156 Monschau<br />Tel.: (0 24 72) 80 33 72<br />Restaurant Schnabuleum<br />Tel.: (0 24 72) 90 98 40 oder 22 45</p>]]></content:encoded>
			<category>natürlich Düsseldorf</category>
			<category>natürlich KÖLN</category>
			<category>03.2009</category>
			<category>Landleben</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 23 Aug 2010 12:27:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Saftiger Apfelrührkuchen</title>
			<link>http://www.natuerlichmagazin.de/index.php?id=49&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=261&#38;cHash=e81867008426ce57cc2b071df35516b9</link>
			<description>Zubereitung Butter, Eigelb und Zucker schaumig rühren. Alle anderen Zutaten zufügen, zuletzt das...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<b>Für den Teig<br /></b>100 g Butter<br />2 Eigelb<br />75 g Zucker<br />175 g Mehl<br />1 Prise Salz<br />3–4 EL Milch<br />½ Päckchen Backpulver
<b>Für die Auflage<br /></b>500 g Boskoop geschält und in kleine<br />Stücke geschnitten<br />2 EL Rumtopffrüchte oder Rosinen<br />20 g Butter<br />75 g brauner Zucker]]></content:encoded>
			<category>natürlich überregional</category>
			<category>03.2009</category>
			<category>Wissen und Erleben</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 13:52:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gute Äpfel, böse Äpfel</title>
			<link>http://www.natuerlichmagazin.de/index.php?id=49&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=260&#38;cHash=8cc389874f6a4d32607e4a740b6952b0</link>
			<description>Wer Importäpfel aus Neuseeland kauft, schädigt das Klima? Äpfel aus der Region dagegen haben eine...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Es gibt trotzdem viele gute Gründe, die Äpfel aus der Nachbarschaft den importierten vorzuziehen. Die große Geschmacksvielfalt vieler regionaler Sorten zu erhalten, ist vielleicht der schönste. Wie viele heimische Apfelsorten es in Deutschland gab und noch gibt, das weiß auch Apfelbauer Eckart Brandt nicht. 5 000 vielleicht oder 10 000 Sorten? Seit 25 Jahren sammelt der Apfelbauer von der Niederelbe regionale und lokale Apfelsorten in seinem „Boomgarden“, eine Art Arche Noah für norddeutsche Apfelsorten – gut 800 hat er schon zusammengetragen und angepflanzt. 
<h4>Manche Äpfel brauchen Seeklima </h4>
Die nordischen Apfelsorten sind ein wenig säuerlich und würzig. Der Holsteiner Cox gehört in diese Familie. Ursprünglich stammt er aus dem holsteinischen Eutin. Sein typisches Aroma entwickelt er im kühlen Seeklima. Auch ihm macht der Klimawandel zu schaffen. Apfelbauer Sönke Spiekermann, der einen <img clickenlarge="1" class="links" style="float: left;" alt="16 Kilogramm Äpfel isst der Deutsche im Schnitt pro Jahr" title="16 Kilogramm Äpfel isst der Deutsche im Schnitt pro Jahr" src="uploads/RTEmagicC__c__Elena_-_Fotolia.com.jpg.jpg" width="198" height="149" />Obsthof nördlich der Elbe bearbeitet, kann den Klimawandel schon schmecken. Früher galt der Holsteiner Cox südlich der Elbe als geschmacksarm. Heute ist auch Spiekermanns Standort nördlich der Elbe zu warm geworden für einen aromatischen „Holsteiner“. „Ihm fehlt die Säure“, sagt der Obstbauer. <br />Über Jahrhunderte waren Apfelsorten perfekt angepasst an ihren Standort: an Boden, Wind und Temperatur. Echt norddeutsch, das ist auch der Finkenwerder Herbstprinz. Golden, rotbackig, glockenförmig, kräftig und würzig. Kurz gesagt, er ist der Lieblingsapfel von Apfelsortensammler Eckart Brandt. Der „Herbstprinz“ ist mit rund 100 Jahren keine uralte Sorte, aber vom Aussterben bedroht. Entdeckt und benannt wurde er um die vorletzte Jahrhundertwende von einem Obstbauern auf der Elbinsel Finkenwerder, die heute zu Hamburg gehört. <br />„Der Prinz“ war ein Zufallssämling, ein Baum, der aus einem Apfelkern wuchs. Geschmacklich, in Form, in Farbe und Wuchs war dieses Einzelexemplar so interessant, dass er dem Finkenwerder Obstbauern auffiel, der ihn dann zur Sorte kultivierte. Eine große wirtschaftliche Bedeutung hatte der Finkenwerder Herbstprinz nie. Heute hat er außerhalb von Hamburg überhaupt keine mehr. Aber er ist eine wertvolle Genreserve in Zeiten, in denen die Arten- und Sortenvielfalt rapide abnimmt. 
<h4>Von Jonagold bis Red Delicious </h4>
In den deutschen Obstanbauregionen werden rund 60 Apfelsorten gepflegt. Große wirtschaftliche Bedeutung haben nur rund eine Handvoll. Das sind die Sorten, die über die Supermärkte gehandelt werden. Sie sind kostengünstig zu produzieren. Die Bäume haben große Früchte, sie tragen viel, reifen zeitgleich. Sie sind immer lieferbar, gut lagerfähig, robust, gleichmäßig und süß. Sie tragen globale Namen: Jonagold, Gala, Granny Smith, Elstar, Golden Delicious oder Red Delicious. Obstbauern müssen diese populären Sorten anbauen, weil der Verbraucher diese Sorten kennt, erwartet und kauft. <img clickenlarge="1" class="rechts" style="float: right;" alt="Geschmackskosmos Apfel: 5 000 Apfelsorten soll es angeblich geben, vielleicht sind es aber auch 10 000" title="Geschmackskosmos Apfel: 5 000 Apfelsorten soll es angeblich geben, vielleicht sind es aber auch 10 000" src="uploads/RTEmagicC__c__Philip_Date_-_Fotolia.c_Kopie.jpg.jpg" width="254" height="174" /><br />Das Sortiment von hiesigen Obstbauern umfasst neben Jonagold und Elstar auch Neuzüchtungen. Für den Apfelbauern wirtschaftlich interessant sind zum Beispiel Sorten, die früh reifen, aber dennoch robust und lagerfähig sind. Andere Neuzüchtungen wie der „Red Prince“ werden von aufwendigen Marketingaktionen begleitet. Mit Sorgen betrachten Obstbauern die Entwicklung von Lizenzsorten. Der Cripps Pink zum Beispiel ist eine australische Neuzüchtung, die in Europa markenrechtlich unter dem Namen Pink Lady geschützt ist. Für Anbau und Vermarktung von Pink Lady muss der Obsthof eine Lizenz erwerben. Im Spätsommer sind die Kühlhäuser auf den Obsthöfen leergeräumt. Sie werden auf die neue Apfelernte vorbereitet. Für die ersten Äpfel des Jahres ist die kurze Saison Anfang September allerdings schon vorbei, für den Klarapfel zum Beispiel. Er ist sehr früh, klein, grün, frisch und eher sauer und wird zudem schnell mehlig. Die lagerfähigen Sorten werden erst später reif. Ab Mitte September sind Cox und Holsteiner Cox genussfähig, später im Jahr dann Elstar und Jonagold. 
<p class="welt"><b>Die verschiedenen Apfelsorten</b><br /><br /><b>Frühe Sorten <br /></b>Frühe Apfelsorten werden auch Sommeräpfel genannt. Sie reifen im August. Geschmacklich sind sie säuerlich und frisch. Sie sind klein und wenig haltbar. Wegen ihrer schlechten Transport- und Lagerfähigkeit sind Sommerapfelsorten am ehesten auf dem Wochenmarkt zu finden. Typische Sommeräpfel sind Klarapfel, Jamba, Astramel, Schöner von Bath, Pfirsichroter Sommerapfel, Piros. <br /><br /><b>Herbst-Sorten <br /></b>Die meisten bekannten Apfelsorten gehören zur Gruppe der Herbstäpfel, die im September und Oktober reifen. Sie sind robuster als die ganz frühen Sorten und lagerfähig. Dazu gehören die Sorten Alkmene, Gravensteiner, Holsteiner Cox, James Grieve, Grahams Jubiläumsapfel. <b><br /><br />Winteräpfel <br /></b>Winteräpfel sind Lageräpfel. Sie werden im Oktober oder November gepflückt und brauchen anschließend die Lagerung, um genussreif zu werden. Viele Sorten sind erst nach Weihnachten geschmacklich ausgereift. Sie halten bis März oder auch April. Zu den Lageräpfeln zählen Boskoop, Cox Orange, Borsdorfer, Finkenwerder Herbstprinz, Glockenapfel, Gloster, Berlepsch, Rote Sternrenette. </p>
<h4>Im Kühlhaus halten Äpfel bis zum Juni </h4>
Die größeren Obstbaubetriebe verkaufen das ganze Jahr über Äpfel aus eigenem Anbau. Dafür müssen sie die Früchte im Kühlhaus einlagern. Sie werden in einem ganz bestimmten Reifestadium gepflückt und bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt in Holzkisten gelagert. Die Reife wird zudem künstlich verzögert, indem der Raumluft sowohl Sauerstoff als auch Kohlendioxid entzogen werden. Die Äpfel fallen in eine Art Tiefschlaf. Auch zu Hause halten Äpfel am längsten im Gemüsefach des Kühlschranks. <br />Die professionelle Lagerung der Äpfel ist teuer. In jedem Kilo heimischer Äpfel stecken rund 70 Cent „Produktionskosten“. Das sind die Kosten für die Baumpflanzung und Pflege, für die Düngung und die Schädlingsbekämpfung, für das Pflücken und die Kosten für das Einlagern. Das Einlagern macht rund ein Viertel der Produktionskosten aus, genauso viel wie das Pflücken per Hand. 
<h4>Zwei von drei Äpfeln sind importiert </h4>
80 Prozent aller in Deutschland gegessenen Äpfel gehen aber nicht im Hofladen oder auf dem Marktstand über den Ladentisch, sondern im Supermarkt. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von rund 16 Kilogramm ist der Verzehr in Deutschland zwar ganz leicht rückläufig, aber Äpfel sind mit Abstand das meistgekaufte Obst. Was die Statistik noch verrät: Es werden genauso viele Äpfel im Juni gegessen wie im September und im Dezember und in allen anderen Monaten des Jahres. Egal ob Saison oder nicht, Äpfel werden in gleicher Menge das ganze Jahr über gekauft. <br />Obwohl es in Deutschland große Apfelanbaugebiete gibt, können sie den Bedarf des heimischen Marktes nicht decken. Die Selbstversorgerrate liegt bei 30 Prozent. Zwei von drei Äpfeln sind importiert. Sie kommen je nach Jahreszeit aus Italien und Frankreich oder im Sommer aus Neuseeland, Chile und Argentinien. 
<h4>Kältelagerung contra langer Transport </h4>
Sind nur heimische Äpfel öko? Sind importierte Äpfel Klimakiller? Es sei ein Irrglaube, dass Äpfel aus Übersee grundsätzlich eine schlechtere Energiebilanz aufwiesen als heimische Äpfel, kommentiert Professor Elmar Schlicht aus Gießen die Ergebnisse seiner Studie. Der Energieaufwand für den Überseetransport ist nicht höher als der Energieaufwand für die Kältelagerung von heimischen Äpfeln. <br />Äpfel aus Übersee werden in 20-Tonnen-Containern über den Schifffahrtsweg nach Europa transportiert. Das ist ein vergleichsweise geringer Energieaufwand auf den einzelnen Apfel bezogen. Die Äpfel werden zudem gepflückt und ohne den Umweg über das Lagern verschifft. Im Sommer ist der Energieaufwand für den Import-Apfel nicht höher als der Energieaufwand für die monatelange Kühlhauslagerung heimischer Äpfel. Anders sieht es im Herbst aus, wenn die heimischen Äpfel reif sind und direkt in den Verkauf gelangen. <br /><img clickenlarge="1" class="links" style="float: left;" alt="Herbst ist die Zeit für Äpfel aus der Region" title="Herbst ist die Zeit für Äpfel aus der Region" src="uploads/RTEmagicC__c__f_rullier_-_Foto_Kopie.jpg.jpg" width="266" height="178" />Kritiker der Studie hingegen argumentieren für eine differenzierte Betrachtungsweise. Man könne nicht fossile Energieträger wie Erdöl für den Schiffstransport mit regenerativen Energien für moderne Kühlhauslagerung vergleichen. Außerdem darf man nicht nur den Energieaufwand rechnen, sondern muss auch die kulturelle Leistung des Obstbauern für den Erhalt der Landschaft, für Naturschutz und Umwelt berücksichtigen. <br />Egal ob Import-Äpfel oder heimische Ernte, einen wesentlichen Anteil am Energieaufwand pro Apfel trägt der Verbraucher selbst durch sein Einkaufsverhalten. Es ist ein Unterschied, ob er zwanzig Kilometer mit dem Pkw zum Obstbauern fährt und Äpfel kauft oder seine Einkaufstour klimafreundlich mit dem Fahrrad zurücklegt. <br />Auch der logistische Aufwand der Obstbauern trägt zur Energiebilanz des Apfels bei. Kleine Obstanbaubetriebe ohne Lager müssen ihre Ernte zu weiter entfernteren Lagern fahren. Und kleine Transportfahrzeuge verbrauchen pro Kilogramm Apfel gerechnet viel mehr Energie als große Lkws. <br />Es ist also immer eine Abwägung, lehrt die Studie. Richtig öko heißt: Nur dann Äpfel essen, wenn sie hier reif sind und in der Nähe kaufen. Unschlagbar klimafreundlich ist die Ernte vom Apfelbaum im eigenen Garten. 
<p class="welt"><b>Die deutschen Apfelanbaugebiete<br /></b><br />Mit 10 000 Hektar ist <b>Baden-Württemberg </b>das größte Apfel-Anbaugebiet der Bundesrepublik. Schon vor 1 300 Jahren wurden auf der Bodenseeinsel Reichenau Äpfel angebaut. Wegen des milden Klimas wachsen hier auch neue Sorten wie Fuji und Cameo. Große Apfelhöfe gibt es neben der Bodenseeregion im Neckarraum und in Mittelbaden. <br />Dicht an dicht stehen die Apfelbäume entlang der Elbe im <b>„Alten Land“</b>. Der Obstanbau an der <b>Niederelbe </b>prägt nicht nur die Landschaft, sondern auch die Architektur dieser Region. Große Fachwerkhöfe zeugen von dem Wohlstand vieler Apfelbauern. <br />Jeder zweite deutsche Apfel kommt aus Baden-Württemberg und dem „Alten Land“. Die andere Hälfte stammt aus Obst-Anbaugebieten in <b>Mittelhessen</b>, in <b>Thüringen</b>, <b>Sachsen</b> und aus dem <b>Rhein- Sieg-Kreis.</b> <br />Aber auch in <b>Brandenburg</b> kommen Apfelliebhaber auf ihre Kosten: Im „Berliner Obstgarten“ rund um <b>Werder</b> an der Havel ist der Apfelanbau das wirtschaftliche Rückgrat des Obstanbaus, rund 1 200 von 3 300 Hektar sind mit Apfelbäumen bewirtschaftet. </p>]]></content:encoded>
			<category>natürlich überregional</category>
			<category>03.2009</category>
			<category>Wissen und Erleben</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 13:00:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Direkt investieren in die Zukunft</title>
			<link>http://www.natuerlichmagazin.de/index.php?id=49&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=259&#38;cHash=101aa9be583b6b5941503f1aa83f381f</link>
			<description>Wer sein Geld in alternative Stromerzeuger steckt, darf mit konstanten und sicheren Erträgen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[„Die Sonne schenkt uns Chancen und Möglichkeiten in Sachen Energie. Dass die Gesetze in Deutschland uns eine Einspeisevergütung bescheren, ist noch ein Plus obendrauf.“ Rüdiger Hohmann ist Geschäftsführer des Solar-Projektierers Sunmax. Er kennt die Nachfrage nach Finanzierungsmöglichkeiten für Sonnenenergieanlagen aus dem täglichen Geschäft – und hat aus der Not vieler Nutzer eine Tugend gemacht: Hohmann bringt Investoren und Abnehmer zusammen. <br />Tatsächlich sind Solaranlagen derzeit die beliebtesten nachhaltigen Direktinvestments. Klare Erträge durch die Einspeisungsvergütung, vergleichsweise niedrige Kosten für Anschaffung und Installation, umfangreiche Fördermittel und häufig zweistellige Renditen – die Projekte sind eine echte Alternative zu anderen Anlagen und zu ökologisch orientierten Fonds. 
<h4>Der Investor als Unternehmer </h4>
Bevor ein Interessent Geld zahlt, muss er sich allerdings über verschiedene Aspekte klarwerden. So sollten die Rahmenbedingungen des jeweiligen Projektes stimmen. Ist die Genehmigung erteilt? Laufen womöglich Einspruchsverfahren, gibt es Bürgerinitiativen? Wer Zweifel hat, sollte den Initiator mit Fragen löchern und ganz genau zuhören. Außerdem lohnt es sich, einen Termin beim Steuerberater zu machen, denn gerade Direktinvestments haben häufig erhebliche fiskalische Folgen. Sonderabschreibung, Vorsteuerabzug – mit solchen Dingen muss sich der Investor vorab befassen. Zudem wird der Investor in den meisten Fällen zum Unternehmer; was umständlich klingt, hat jedoch überwiegend Vorteile. Je nach persönlichem Steuersatz kann er nämlich jede Menge Kosten in seiner Steuererklärung anrechnen lassen. Doch auch hier empfiehlt sich, das mit einem Experten durchzusprechen. Wenn etwa die Einnahmen nicht auf Dauer über den Ausgaben liegen, macht einem der Fiskus schnell einen Strich durch die Rechnung. Übrigens: Als Unternehmer geht man nicht automatisch auch einer Nebentätigkeit nach, der eigentliche Arbeitgeber hat also nichts gegen diese Art der Geldanlage. <br />Achtung: Geht mit der Anlage etwas schief, ist das investierte Geld oft futsch. Zwar gibt es Versicherungen, die bei Schäden eintreten, die Beiträge aber drücken die Rendite ganz erheblich. Aufpassen müssen Anleger auch bei der Vertragsdauer: Ist im Regelwerk keine „Exit“-Möglichkeit vorgesehen, bleibt die Investition für lange Zeit fest gebunden. 
<h4>Investieren in alternative Energie </h4>
Besonders geeignet als Direktinvestments sind dabei derzeit alle Einrichtungen, mit denen alternative Energie erzeugt wird – sei es durch die Sonne, per Wind oder andere Ressourcen. Denn sie haben eines gemeinsam: Der erzeugte Strom wird ins öffentliche Netz eingespeist, der Betreiber muss ihn mit festen Sätzen bezahlen – und das 20 Jahre lang. Die exakten Vergütungssätze stehen im Erneuerbare- Energien-Gesetz (EEG). An Ausgaben stehen dem eine eventuelle Pacht oder Miete, Wartung, Versicherung und – bei finanzierten Anlagen – Zins und Tilgung gegenüber. Die Investments beginnen bei etwa 2 000 Euro (Eigenkapital) und reichen bis weit in den Millionenbereich. Dabei tickt für Solar-Investoren die Gelduhr: Ab dem kommenden Jahr sinkt die Vergütung, ab 2011 jährlich um neun Prozent. Allerdings werden auch die Anlagen immer billiger. Kleinere Installationen kosten derzeit nur noch rund 3 500 Euro je Kilowatt Ausgangsleistung. Vor einem Jahr lag der Preis noch bei 4 800 Euro – ein Rückgang um 27 Prozent. „Nie war die Investition in eine Solarstromanlage so günstig“, sagt denn auch Carsten Körnig vom Bundesverband Solarwirtschaft. Über allem schwebt jedoch das Damoklesschwert eines scharfen Sparkurses. Der Bundestag könnte nämlich die Vergütungen weiter kürzen. <br />Rasches Handeln ist also angesagt. Doch wie findet man ein aussichtsreiches Projekt? Neu am Markt ist das Berliner Unternehmen Sonnengärtner (<link http://www.sonnen-gaertner.de/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">www.sonnen-gaertner.de</link>). Die Internetplattform will Investoren und Nutzer zusammenbringen – eine gute Idee, die sich aber in der Praxis noch beweisen muss. Die Vermittlungsgebühr ist mit 9,99 Euro (bis 100 Quadratmeter Solarmodulfläche) niedrig. Einzelprojekte gibt es auch beim Hamburger Wertekontor (<link http://www.wertekontor.com/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">www.wertekontor.com</link>), das im April dieses Jahres an den Start ging und sich auf Privatbeteiligungen und Geschlossene Fonds spezialisiert hat. Sunmax24 (<link http://www.sunmax24energy.de/ - external-link-new-window "Opens external link in new window">www.sunmax24energy.de</link>) vermittelt Projekte und berät sowohl bei technischen Aspekten als auch in Sachen Finanzierung. Und die Umweltfinanz (<link http://www.umweltfondsvergleich.de/ - external-link-new-window "Opens external link in new window">www.umweltfondsvergleich.de</link>) ist bereits seit 1997 als Finanzdienstleister im Bereich ökologische und ethische Investments aktiv. 
<p class="greenbox"><b>EEG-Vergütungen<br /><br /></b>Im Jahr 2008 wurden die Sätze für die Einspeisungsvergütungen reduziert. Trotzdem lohnt sich ein Investment. Mit Hilfe der fixierten Sätze und der Leistung der jeweiligen Anlage können Investoren genau ausrechnen, welche<br />Erträge sie haben werden.<b><br /><br />Neue Wasserkraftanlagen</b><br />bis 5 kW: 12,67 ct/kWh<br />500 kW bis 2 MW: 8,65 ct/kWh<br />2 MW bis 5 MW: 7,65 ct/kWh<br /><br /><b>Deponiegasanlagen<br /></b>bis 500 kW: 9,00 ct/kWh<br />500 kW bis 5 MW: 6,16 ct/kWh<br />zusätzliche Boni sind möglich<br /><br /><b>Biomasse-Anlagen<br /></b>bis 150 kW: 11,67 ct/kWh<br />150 kW bis 500 kW: 9,18 ct/kWh<br />500 kW bis 5 MW: 8,25 ct/kWh<br />5 MW bis 20 MW: 7,79 ct/kWh<br />zusätzliche Boni sind möglich<br /><br /><b>Geothermie-Anlagen<br /></b>bis 10 MW: 16,00 ct/kWh<br />über 10 MW: 10,50 ct/kWh<br />zusätzliche Boni sind möglich<br /><br /><b>Windenergie (an Land)<br /></b>je nach Laufzeit: 9,20 bis 5,02 ct/kWh<br />hinzu kommt ein „Systemdienstleistungsbonus“<br /><br /><b>Windenergie (Offshore)<br /></b>je nach Laufzeit: 13,00 bis 3,50 ct/kWh<br />zuzüglich Bonus bei Inbetriebnahme bis 2015<br /><br /><b>Solarenergie<br /></b>Dachflächenanlagen bis 30 kW:<br />43,01 ct/kWh<br />30 kW bis 100 kW: 40,91 ct/kWh<br />ab 100 kW: 39,58 ct/kWh<br />ab 1 000 kW: 33,00 ct/kWh<br />Freiflächenanlagen: 31,94 ct/kWh<br />Dabei sinken die Sätze in jährlichen Schritten,<br />der im Erstellungsjahr gültige Satz wird jedoch<br />für 20 Jahre festgelegt.</p>
<p class="greenbox"><b>Investment-Varianten<br /><br /></b>Sunmax24 hat bereits die Genehmigung für eine Solar-Dachanlage in Bayern. Die erzeugte Energie soll bei 220 Kilowatt liegen, daraus resultieren Jahreseinnahmen von 94 710 Euro. Abgezogen werden müssen 5 500 Euro Dachpacht, 1 980 Euro Versicherung und Rücklagen für Wartung und Reparatur in Höhe von 3 520 Euro (jeweils pro Jahr). Laut Sunmax24 liegt die Rendite dann bei 12 Prozent. Nicht berücksichtigt sind Steuereinsparungen sowie eventuelle Mehrkosten für eine Finanzierung. Den Kaufpreis von 693 000 Euro können sowohl einzelne Anleger als auch Investorengemeinschaften aufbringen. <br />Für eine Windkraftanlage in Frankreich sucht Green Energy 3000 (<link http://www.greenenergy3000. com)/ _blank "external-link-new-window">www.greenenergy3000. com)</link> Investoren. Nach einer ersten Baugenehmigung ist der Antrag noch einmal geändert worden, um höher bauen zu können und so eine größere Windsicherheit zu erreichen. Die Gesamtinvestitionssumme beläuft sich auf gut 15 Millionen Euro. Die Anlage mit 2 Megawatt soll im Dezember ans Netz gehen. Kleiner Haken: Die Vergütungen werden für nur 10 Jahre festgeschrieben, gezahlt werden 8,34 ct/kWh, die Investition dagegen ist für 20 Jahre geplant. Die Rendite wurde mit 9,1 Prozent berechnet. <br />Spannend, aber noch in einer frühen Planungsphase ist eine Anlage zur Hausmüllverbrennung in Brandenburg. Zurzeit versuchen die Initiatoren, das nötige Eigenkapital aufzubringen, um das Projekt finanzieren zu können. In einer späteren Phase können sich dann private Investoren beteiligen. Das Gesamtvolumen beträgt rund 25 Millionen Euro. Dafür entsteht ein Ofen, der etwa 60 000 Tonnen Abfall jährlich in 87 Millionen Kilowattstunden Energie umwandelt. 15 bis 20 Arbeitsplätze könnten geschaffen werden. Die Bauzeit wird mit 15 bis 18 Monaten beziffert, die Investition liegt für mindestens 10 Jahre fest. Informationen gibt das Wertekontor (<link http://www.wertekontor.com/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">www.wertekontor.com</link>). </p>]]></content:encoded>
			<category>natürlich überregional</category>
			<category>03.2009</category>
			<category>Geld und Heu</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 13:37:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Outdoorkleidung - Segen oder Sondermüll?</title>
			<link>http://www.natuerlichmagazin.de/index.php?id=49&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=258&#38;cHash=74c40aad9a079fb34b51ebf56edbc32e</link>
			<description>Im Herbst heißt es wieder raus in die Natur zum Wandern, Radfahren oder Segeln, auch wenn das...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Gute Funktionskleidung unterstützt die natürlichen Körperfunktionen des Menschen und schützt ihn vor äußeren Einflüssen. Neben modischen Aspekten erfüllt sie sechs Bedürfnisse: sie ist atmungsaktiv, winddicht, wasserabweisend, speichert Wärme, ist bequem und leicht. Bevor die Kaufentscheidung fällt, sollte man sich gut überlegen, welche Funktionen wirklich benötigt werden, wenn Mensch und Natur aufeinandertreffen.&amp;nb
<h4>Drei Bekleidungsschichten sorgen für Wohl- oder Unwohlsein </h4>
<img clickenlarge="1" class="links" style="float: left;" src="uploads/RTEmagicC__c__Jakub_Cejpek_-_Fotolia.jpg.jpg" width="300" height="213" alt="" />Outdoorgarderobe gliedert sich in drei Bekleidungsschichten. Die erste Schicht liegt direkt auf der Haut, ihre Hauptaufgabe ist die Regulierung der Körpertemperatur, indem sie den natürlichen Schweiß vom Körper wegtransportiert. Hierzu gehören Unterwäsche wie z. B. Socken, Unterhemden und -hosen, T-Shirts, Bustiers. Damit der Körper nicht zu schnell auskühlt, ist schnelltrocknende Kleidung von Vorteil. Die zweite Bekleidungsschicht dient dem weiteren Feuchtigkeitstransfer und der Isolierung vor Wind, Regen, Hitze, Kälte oder unerfreulichen Insekten. Dieser Bereich umfasst Oberteile, leichte Hosen, Kleider, Röcke. Die dritte Schicht liegt ganz außen und bezeichnet feste Jacken und robuste Hosen. Sie bietet Schutz vor direkten Witterungseinflüssen wie Regen oder Wind. Die Schichten unterstützen sich in ihren Funktionen und sollten gut aufeinander abgestimmt sein. So entsteht ein optimaler Tragekomfort. 
<h4>Neue Fasern mit neuen Funktionen </h4>
Synthetische Fasern sind aus Kohle oder Erdöl hergestellte Chemiefasern. Zu den synthetischen Fasern zählen etwa Polyamide wie Nylon und Perlon, Polyester, Polyacryl und Elastan. Diese Fasern sind besonders reißfest und elastisch, einlaufund formbeständig. Sie speichern wenig Feuchtigkeit, transportieren diese rasch von der Haut weg und trocknen deshalb schnell. Dadurch eignen sie sich für eng am Körper anliegende Kleidung. Um den durch Bakterien verursachten Schweißgeruch zu binden, bietet beispielsweise der auf alpine Kleidung spezialisierte Schweizer Hersteller Mammut Funktionsunterwäsche mit eingearbeiteten Silberionen an. Silberionen hemmen das Wachstum von Bakterien und binden den Geruch. Sie werden bei der Herstellung des synthetischen Garns mit beigemengt und befinden sich in der Faser. Dadurch überstehen sie Wäschen länger als Produkte, die nachträglich mit antimikrobiellen Substanzen veredelt werden. Das allergene Potenzial von Silber ist vergleichsweise gering. Auch die Marke Falke nutzt Silberionen in ihrem Sportsockensortiment. Seit 2006 bietet das Unternehmen funktionelle, hochmodische Sportjacken und -hosen. Eine Neuheit in diesem Herbst <img clickenlarge="1" class="rechts" style="float: right;" alt="Hightech-Jacken mit eingebautem Kohlefilter verhindern, dass Wildtiere die menschliche Witterung aufnehmen: ein Vorteil für Hobbyfotografen" title="Hightech-Jacken mit eingebautem Kohlefilter verhindern, dass Wildtiere die menschliche Witterung aufnehmen: ein Vorteil für Hobbyfotografen" src="uploads/RTEmagicC__c__Leona24_ap_Hirsch1_2_Kopie.jpg.jpg" width="300" height="200" />repräsentieren die mit dem „red dot design award“ ausgezeichneten Falke-Shirts Charcoal Dayton und Fremont. Grundmaterial ist eine Polyesterfaser, in die Aktivkohle aus karbonisiertem Bambus eingelagert ist. So verhindert das Hightechmaterial Geruchsbildung. Wer Tiere in der Natur ganz nah beobachten möchte, wird von der Essener Firma K &amp; K Blücher unterstützt. Ihr Produkt Ergotarn, ein Geruchsfilter, basiert ebenfalls auf einem Aktivkohlefilter und findet sich z. B. in Jacken der Marke Outfox. Wildtiere nehmen dadurch die menschliche Witterung nicht wahr. So pirscht sich z. B. der Naturfotograf näher als je zuvor an seine Lieblingsobjekte. 
<h4>Eine wasserdichte Sache: mikroporöse und porenlose Membranen </h4>
Schutz vor Regen und Nässe bietet atmungsaktive synthetische Funktionskleidung mit eingearbeiteter Membran. Membranen werden auf der Oberseite des textilen Trägermaterials angebracht, indem sie mit der Kleidungsschicht verklebt bzw. laminiert werden. So entsteht ein künstlicher Schutzschild, der Feuchtigkeit von innen abtransportiert und Wassertropfen von draußen ausschließt. Die hauchdünnen Schichten werden aus Polytetrafluorethylen (PTFE), Polyester (PES) oder Polyurethan (PU) hergestellt. Unterschieden wird zwischen mikroporösen und porenlosen Membranen. Die PTFE-Membran besteht aus mikrofeinen Poren, 20 000-mal kleiner als ein Wassertropfen. PTFE besteht aus vollfluoriertem Polymer. Ein Polymer (griech. polý „viel“ und méros „Teil“) ist eine chemische Verbindung, die aus gleichen oder gleichartigen Einheiten besteht. Die mikroporöse Membran sieht aus wie eine Art Minigitter, durch das Feuchtigkeit von innen nach außen entweichen kann. Die natürliche osmotische Wirkung entfaltet sich, wenn die Außentemperatur niedriger ist als die Lufttemperatur innerhalb der Kleidung, die durch den Körper erwärmt wurde. Diese Funktion eignet sich besonders für kalte Regionen. PTFE wird beispielsweise unter dem Namen Gore-Tex der Firma W. L. Gore vertrieben. Der PTFE-Kunststoff geriet in den letzten Jahren in die Kritik, da bei seiner Herstellung die benötigte Perfluoroctansäure PFOA im Verdacht steht, toxisch zu sein. W.L. Gore reagierte darauf, indem das Unternehmen beim Einkauf der Kunststoff-Rohmaterialien sich bemüht, Hersteller zu wählen, die PFOA nicht mehr einsetzen. <br />Eine Form des Polyurethan (PU) hingegen kommt ohne Poren aus, wasseranziehende Bestandteile übernehmen die Feuchtigkeitsaufnahme und Verdunstung. Eingesetzt wird PU bei Membranen der Marke Dermizax aus dem japanischen Hause Toray Industries. <br />Porenlose PES-Membranen produziert die deutsche Firma Sympatex. Die Vorteile der Membran liegen darin, dass auch bei Salzwasserkontakt die Atmungsaktivität erhalten bleibt, denn wo keine Pore ist, kann kein Salzkristall etwas verstopfen und beschädigen. Ein wichtiger Hinweis nicht nur für Wassersportler, sondern auch für Menschen, die stark schwitzen. Auch dürfen sich diejenigen freuen, die den Haushalt erledigen: PU-Membranen vertragen normale Waschmittel. Denn auch hier gilt: keine Poren, keine Waschmittelrückstände. <br />„Eine Neuheit ist unser Produkt Bionic Finish Eco“, verrät Daniele Grasso, Head of Sales Active Wear, Sympatex. „Die Ausrüstung, die wir in Kooperation mit Rudolf Chemie herstellen, ist zu 100 % fluorcarbonfrei, was die Möglichkeiten des Recyclings deutlich begünstigt. Die wasserabweisende Membran hinterlässt keine fluororganischen Verbindungen. Ein nachhaltiger Produktionsprozess ist uns wichtig. Neben dem Öko-Tex-Standard, einem Siegel zur Kontrolle des Endproduktes, gehen wir mit der Bluesign- Zertifizierung einen Schritt weiter und garantieren einen nachhaltigen gesamten Produktionsablauf.“ Bluesign ist eine Art „Öko-Tüv” für die individuellen Produktionsketten der Textilbranche. Den Bluesign-Standard erhalten Organisationen, die sich strengen Auflagen stellen für Ressourcenproduktivität, Konsumentenschutz, Arbeitsplatzsicherheit sowie Luftund Wasseremission. In Fachkreisen ist Bluesign angesehen. „Kunden ist Nachhaltigkeit zunehmend wichtiger. Bei Sympatex teilen wir die wertschöpfende Einstellung und setzen uns aktiv dafür ein“, erläutert Grasso. Sympatex-Membranen finden sich unter anderem in den Bekleidungskollektionen der Marken Zimtstern, Maloja und Billabong. 
<div class="indent"><img class="links" style="float: left;" clickenlarge="1" alt="Die feuchtigkeitsregulierende Wirkung vieler Stoffe beruht auf Osmose. Durch den Temperaturunterschied von Außen und Innen wird die Feuchtigkeit aus dem Gewebe gezogen, ohne das Feuchtigkeit eindringen kann" title="Die feuchtigkeitsregulierende Wirkung vieler Stoffe beruht auf Osmose. Durch den Temperaturunterschied von Außen und Innen wird die Feuchtigkeit aus dem Gewebe gezogen, ohne das Feuchtigkeit eindringen kann" src="uploads/RTEmagicC__c__ag_visuell_-_Fotolia.co_Kopie.jpg.jpg" width="200" height="200" /></div>


<b>Die feuchtigkeitsregulierende Wirkung vieler Stoffe beruht auf Osmose. Durch den Temperaturunterschied von Außen und Innen wird die Feuchtigkeit aus dem Gewebe gezogen, ohne das Feuchtigkeit eindringen kann</b>
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<h4>Naturfaser – frei von Schadstoffen </h4>
Wer auf Kunstfasern verzichten möchte, ist bei natürlichen Fasern gut aufgehoben. Die Vereinten Nationen erklären 2009 zum internationalen Jahr der Naturfaser. Durch die Aktion sollen Effektivität und Nachhaltigkeit dieses Wirtschaftszweiges gestärkt werden. Ein Zweig, in dem Millionen Menschen vor allem in ärmeren Ländern arbeiten und davon leben. Ziel ist, bei Konsumenten ein Bewusstsein für Naturfasern zu wecken und die Nachfrage zu steigern. Dies führe zur Verbesserung des Lebensunterhalts von Bauern, die diese Fasern produzieren, und werte gleichzeitig die Umwelt auf. Der unternehmerische Ansatz des Nachhaltigkeitsverständnisses kommt hier zum Ausdruck: die „Triple- Bottom-Line“ aus Ökonomie, Sozialem und Ökologie. Diese drei Faktoren bedingen sich gegenseitig. <img clickenlarge="1" class="rechts" style="float: right;" alt="Es muss nicht immer Synthetik sein. Firmen wie Icebreaker haben sich auf Outdoorkleidung aus Merinowolle spezialisiert" title="Es muss nicht immer Synthetik sein. Firmen wie Icebreaker haben sich auf Outdoorkleidung aus Merinowolle spezialisiert" src="uploads/RTEmagicC_IV_FW08_Icebreaker...p_Thru_Kopie.jpg.jpg" width="249" height="156" /><br />Eine in der Outdoorbekleidung sinnvoll eingesetzte Naturfaser ist z. B. Merinowolle. Auch sie unterstützt den natürlichen Feuchtigkeitstransport. Dank ihrer feinen hautschmeichelnden Struktur kommt sie vor allem in der ersten Bekleidungsschicht zum Einsatz. Labels wie Icebreaker und Ortovox haben sich auf Merinowollprodukte spezialisiert. Ihre modisch ansprechenden Textilien sind temperaturausgleichend, feuchtigkeitsregulierend und kratzen nicht. Dass sich Merinowolle und Kunstfasern sinnvoll ergänzen, zeigen Textilien, die beide Materialien kombinieren. Doch eins kann Naturfaser nicht leisten: Schutz vor Regen. Wer Natur wirklich genie- Es muss nicht immer Synthetik sein. Firmen wie Icebreaker haben sich auf Outdoorkleidung aus Merinowolle spezialisiert ßen und erhalten möchte, sollte sich fragen, wie seine persönliche „Triple- Bottom-Line“ optimiert werden kann: Brauchen Großstadtbewohner wirklich Funktionskleidung für den Ausflug zum Spielplatz oder kann das Naturverbundenheitsgefühl auch auf andere Weise transportiert werden? Wer in neue Funktionskleidung investieren möchte, sollte zu hochwertig verarbeiteten und funktional durchdachten Textilien greifen. Gute Outdoorjacken halten fünf Jahre und länger. Auch das ist ein Beitrag zur Nachhaltigkeit. 
<p class="region"><b>Auf Kosten von Mensch und Umwelt<br /></b>Bei allen Vorteilen darf eines nicht vergessen werden: Funktionskleidung ist dem Sondermüll nicht unähnlich. Bei der Verbrennung von PTFE-Perfluorpolymeren gelangen Flusssäure und schädliche Kohlenwasserstoffe in die Umwelt. Viele dieser Stoffe sind potenziell gesundheitsgefährdend, werden auf natürlichem Weg nur sehr langsam abgebaut und reichern sich daher in der Umwelt an. Sie tragen zum Treibhauseffekt bei. Zwar gibt es Innovationen wie etwa Innenfutter-Wattierungsmaterial aus recycelten PET-Flaschen, doch die Produktion von Einzelstücken bringt wenig. Was zählt ist eine Veränderung des Kerngeschäfts. Angebot und Nachfrage bestimmen, ob die Outdoorbranche an einem Strang zieht oder nicht. Die Marke Timberland bietet mit ihrem Modell Earthkeepers Schuhe, deren Sohlen zum Teil aus recycelten Sohlenresten bestehen. Der erste Schritt ist sprichwörtlich getan, doch ohne Absatz bleibt es bei einer schönen Idee. Weitere Infos über ökosozial verträgliche Produktionsketten der Outdoorbranche liefert eine aktuelle Studie der Erklärung von Bern (EvB) und der Clean Clothes Campaign (CCC): <link http://www.evb.ch/outdoor _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">www.evb.ch/outdoor </link></p>]]></content:encoded>
			<category>natürlich überregional</category>
			<category>03.2009</category>
			<category>Effizenz und Nachhaltigkeit</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 13:06:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Homöopathie: Nichts drin – nichts dran? Und weitere Buchtipps!</title>
			<link>http://www.natuerlichmagazin.de/index.php?id=49&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=257&#38;cHash=8552e4793828033787b8643bbbad2e8a</link>
			<description>Das unterhaltsame Büchlein beantwortet viele Fragen rund um das Thema Homöopathie. Die Fragen sind...</description>
			<content:encoded><![CDATA[Das Buch will informieren, ohne allzu sehr in die Tiefe zu gehen oder den Leser mit zu vielen Details zu belasten. Vielmehr wird auf anschauliche Weise erläutert, was ein Homöopath unter Lebenskraft versteht und ob es in der Homöopathie auch Risiken gibt, derer man sich bewusst sein sollte. Auch übergeordnete Fragen werden beantwortet, wie zum Beispiel, ob Homöopathie überhaupt eine Heilmethode ist oder ob es glaubwürdige Studien gibt, die die Wirksamkeit der kleinen weißen Kügelchen belegen. 
<p class="greenbox"><b>Gute Aussichten für morgen<img clickenlarge="1" class="rechts" style="float: right;" src="uploads/RTEmagicC_Ploeger-gute-aussichten_Kopie.jpg.jpg" width="235" height="366" alt="" /><br /><br /></b> Er argumentiert mit Zahlen, Daten und Fakten: Sven Plöger, Meteorologe und vielen aus „Das Wetter im Ersten“ bekannt, erklärt in diesem Buch den Klimawandel, seine Folgen und welche Chancen dieser Prozess für die Zukunft bietet. Denn nach der Meinung des Wissenschaftlers sollten wir dem Klimawandel mit Ideen und technischen Innovationen entgegentreten, um der fossilen Energie Alternativen entgegenzusetzen. Was zugleich eine Gelegenheit sei, der Wirtschaft in Zeiten der Rezession wieder Schwung zu geben. Plöger erklärt, wie der natürliche Kreislauf des Kohlenstoffs abläuft, wie die Qualität der Datenlage zu bewerten ist oder in welcher Weise Wolken als Thermostat dienen und damit das Klima beeinflussen. Dies alles so kompakt und fundiert, dass der Leser am Ende nicht nur die Gedanken des Autors versteht, sondern auch mit einem umfassenden Wissen das Buch zuklappen wird. <br /><br /><b>Sven Plöger, </b><b>Gute Aussichten für morgen<br /></b>Wie wir den Klimawandel für uns nutzen können<br />Westend, 364 S., 19,95 Euro<br />ISBN: 978-3-938060-26-1</p>
<p class="greenbox"><b>Ausgetrickst und angeschmiert</b><img clickenlarge="1" class="rechts" style="float: right;" src="uploads/RTEmagicC_Billen-ausgetrickst_Kopie.jpg.jpg" width="236" height="366" alt="" /><br /><br />Telefongesellschaften überbieten sich mit undurchsichtigen Angeboten, Medikamente sind preiswerter nur über das Internet zu beziehen und Firmen rufen ungebeten zu Hause an, machen unseriöse Angebote und schicken am Ende noch Waren, obwohl sie nicht bestellt waren. Für viele Verbraucher ist es heute schwer, den Überblick zu behalten. Sie fühlen sich ausgetrickst und angeschmiert. Das zeigt Gerd Billen, der seit mehr als 15 Jahren in Umwelt- und Verbraucherorganisationen aktiv ist. Billen liefert dem Leser einen Überblick über die verschiedenen Märkte und ihre Fallen. Er widmet etwa dem Energie-, dem Finanz- und dem Lebensmittelmarkt eigene Kapitel. Ebenso stellt er die verschiedenen Verbrauchertypen vor, die vonseiten der Industrie gebildet werden. Billen zeigt Wege, wie Verbraucher sich gegen die Methoden der Händler wehren können, und fordert von der Politik bessere Gesetze zum Schutz der Verbraucher. <br /><br /><b>Gerd Billen, Ausgetrickst und angeschmiert<br /></b>Wie wir Verbraucher uns wehren können<br />Westend, 246 S., 19,95 Euro<br />ISBN: 978-3-938060-32-2</p>
<p class="greenbox"><b>Die unglaubliche Geschichte der Meeresschildkröte</b><b><br /></b><br />Die Dokumentation folgt dem Weg der<b><img clickenlarge="1" class="rechts" style="float: right;" src="uploads/RTEmagicC_Film-Tortuga_Kopie.jpg.jpg" width="234" height="331" alt="" /></b> Meeresschildkröte Tortuga auf ihrer Reise durch die Meere, die für sie und ihre Artgenossen seit über 200 Millionen Jahren dieselbe ist. Kaum aus dem Ei geschält, stürzt sie sich am Strand von Florida in die Fluten und schwimmt mit dem Golfstrom in Richtung Antarktis. Sie durchquert den Nordatlantik bis nach Afrika und beginnt von dort den weiten Weg zurück. 25 Jahre dauert es, bis die Meeresschildkröte an das Ufer ihrer Geburt zurückkehrt und dort ihre Eier im Sand vergräbt. Und nur eine von 10 000 überlebt die beschwerliche Reise. Der englische Regisseur Nick Stringer, bisher nur als Schauspieler aktiv, schildert in eindrucksvollen Bildern die Gefahren der Reise. Der Film kommt am 1. Oktober in die Kinos. Sprecherin ist Hannelore Elsner. <br /><br /><b>Tortuga<br /></b>Regie: Nick Stringer<br />Großbritannien/Österreich 2009<br />Dokumentarfilm, 81 Minuten</p>
<p class="greenbox"><b>Taking Woodstock<img clickenlarge="1" class="rechts" style="float: right;" src="uploads/RTEmagicC_Film-taking_woodstock-pla_Kopie.jpg.jpg" width="235" height="332" alt="" /><br /><br /></b>In einem Kaff irgendwo in Amerika träumt der junge Elliot Tiber (Demetri Martin) von einer Karriere als Innendesigner. Doch die scheint in weiter Ferne: Als einziger Sohn klammer Eltern muss er deren Motel vor dem endgültigen Zerfall retten. Eine Zeitungsmeldung bringt ihn auf die Idee: Tiber vermietet die Kuhwiese hinter dem Haus an einen Konzertveranstalter, dem in New York die Erlaubnis entzogen worden ist. Spätestens als Tiber den Veranstalter, einen jungen Mann mit roten Hippie-Locken und Jesuslatschen, fragt: „Räumen Sie hinterher auch wieder auf?“, wird dem Zuschauer klar, dass Tiber keine Vorstellung hat von dem, was da auf ihn zukommt. In einer bunten, mitreißenden Komödie schildert Regisseur und Oscarpreisträger Ang Lee, was als größtes und legendärstes Konzert aller Zeiten in die Geschichte der Musik einging – Woodstock. Der Film läuft ab 14. August in den Kinos. <br /><br /><b>Taking Woodstock<br /></b>Regie: Ang Lee<br />USA 2009<br />Komödie, 110 Minuten</p>
<p class="greenbox"><b>Lohas – mehr als Green Glamour<img clickenlarge="1" class="rechts" style="float: right;" src="uploads/RTEmagicC_Sinus_KK_studie_LOHAS_200_Kopie.jpg.jpg" width="300" height="414" alt="" /><br /><br /></b>In den Medien werden sie gerne als die „neuen Grünen“ oder auch Lohas bezeichnet: Menschen, die Wert auf einen bewussten und nachhaltigen Konsum und Qualität legen, für die Genuss, Lebensfreude und korrektes Verhalten keine Widersprüche darstellen, sondern sich wechselseitig bedingen. Doch wer sind sie, die Lohas? Dieser Frage ist eine lesenswerte Studie nachgegangen. Ergebnis: Eine homogene gesellschaftliche Gruppe lässt sich unter dem Begriff Lohas nicht erkennen. Der Traum vieler Marketingfachleute von einer großen, starken und vor allem konsumfreudigen Zielgruppe ist damit geplatzt. Die gute Nachricht: Das Interesse an Nachhaltigkeit und einem gesunden Lebenswandel findet sich in unterschiedlicher Ausprägung in allen sozialen Milieus und Schichten, wodurch Nachhaltigkeit und bewusster Konsum zur gesellschaftlichen Gesamtüberzeugung heranreifen könnten und nicht auf ein wechselhaftes Phänomen bei einer kleinen, wenn auch elitären Randgruppe beschränkt sind. Interessant für Praktiker im Bereich der Nachhaltigkeit sind die Anknüpfungspunkte für Nachhaltigkeitsthemen, welche die Studie bei den unterschiedlichen Zielgruppen ausgemacht hat. Diese helfen, Interessen und die richtige Ansprache genauer zu identifizieren. <br /><br /><b>Sinus SicionVision, KarmaKonsum (Hg.)<br />Lohas – Mehr als Green Glamour<br /></b>56 S., Din-A4, 129,00 Euro<br />Studie ist zu beziehen unter:<br /><link http://www.karmakonsum.de/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">www.karmakonsum.de</link> oder<br /><link http://www.sociovision.de/ _blank external-link-new-window "Opens external link in new window">www.sociovision.de</link></p>]]></content:encoded>
			<category>natürlich überregional</category>
			<category>03.2009</category>
			<category>Auslese</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 10:53:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Öko-Revolution aus Hollywood</title>
			<link>http://www.natuerlichmagazin.de/index.php?id=49&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=256&#38;cHash=f4070a7af564ed8ddb1f6440aa7dc8e8</link>
			<description>Warum Leonardo DiCaprio mehr bewegt als Daniel Cohn-Bendit</description>
			<content:encoded><![CDATA[Es gibt nur noch sechs Todsünden – die Eitelkeit nämlich muss in den Stand einer Generaltugend versetzt werden. Denn was, wenn nicht Eitelkeit, ist es, was Filmstars und -sternchen zur Avantgarde eines ökologisch nachhaltigen Lebensstils werden lässt? Und was, wenn nicht Eitelkeit, bringt uns dazu, die gleichen Klamotten zu kaufen und die gleichen Verhaltensweisen anzunehmen wie Brad Pitt? Das ist gut so. Jedenfalls wenn es sich bei den Nachgeahmten um Leonardo DiCaprio, Arnold Schwarzenegger oder Johnny Depp handelt. Leo dreht nicht nur einen millionenteuren ökologischen Warnhinweis auf eigene Kosten, sondern fährt – gänzlich unamerikanisch – Hybrid-Toyota. Schwarzenegger jagt nicht nur im wasserstoffbetriebenen Geländewagen durch die kalifornische Prärie, sondern engagiert sich auch für verbindliche Öko-Standards in der Filmproduktion. Und Johnny Depp hat alle Gebäude auf seiner Privatinsel ganz und gar auf Solarenergie umgerüstet und befreit so in kleinen Schritten die Karibik von ihren ökologischen Flüchen. <br />Wann aber werden einzelne Aktionen zu einer Bewegung? „Wenn die Aktionen und Akteure sich vernetzen und eine strukturelle Qualität bekommen“, sagt der Systemwissenschaftler. Dass eine Party auch erst richtig cool wird, wenn möglichst viele Leute mittanzen, wissen wir auch so. Und das wollen wir ja schließlich auch alle gerne sein – richtig cool. Das ist der Dominoeffekt der Eitelkeit. Deshalb wird die ökologische Revolution auch aus Hollywood kommen und nicht aus dem Europaparlament. Dort sitzt nämlich Daniel Cohn-Bendit, sagt Sachen wie: „Sie können die Automobilindustrie in der heutigen Form nicht retten.“ Und: „Nur die ökologische Transformation gibt uns wieder Luft.“ Wie? Keine Rettung? Kein Happy End? Keine Alternative zur Transformation? Wir wollen aber Alternativen! Wir wollen durch die Stadt cruisen. Oder ins Kino gehen. Oder beides. Und beides mit gutem ökologischen Gewissen. Dass wir die „ökologische Transformation“ brauchen und dass sie die Voraussetzung für die Produktion von ganz tollen neuen und eben sauberen Autos ist, wussten wir doch schon längst. Denn der „Gouvernator“ in Kalifornien fährt ja nicht erst seit gestern ebenso PS-starke wie CO2-freie Motorenkolosse durch die Prärie – und hat dabei einen Mordsspaß. <br />Was also kann der Beitrag eines jeden von uns sein, um an der Rettung der Welt mitzuwirken? Richtig: ins Kino gehen – aber nur in die Filme mit den richtigen, den grünen Stars! Die Politiker und Aktivisten hingegen wollen uns immer glauben machen, dass die Welt kompliziert ist und dass sie sich nur ändern wird, wenn wir sie wählen. Die Welt ist aber nicht kompliziert. Jedenfalls nicht im Film, nicht im Wunschtraum. Wir können ganz ohne Politiker so sein wie Leonardo und unser Haus klimaneutral einrichten. Hollywood produziert ja nur in zweiter Linie Filme. In erster Line – und das war schon immer so – Träume. Heute träumen immer mehr Menschen den Traum von einer sauberen Welt, in der lauter schöne Menschen in spannende, romantische, specialeffektgeladene und vor allem CO2-neutrale Filme gehen können. Und diese Träume brauchen Protagonisten und Anwälte im echten Leben. Das sind die Stars. In dieser Anwaltschaft liegt eine große Macht. Einige der Superstars machen schon die CO2-Neutralität eines Filmes zur Bedingung für ihre Mitwirkung. Und Hollywood reagiert und baut Solaranlagen und pflanzt Wälder, um durch Dreharbeiten entstandene Umweltbelastungen zu kompensieren. Na also! Kommt als Nächstes das Öko-Siegel für Blockbuster? ( <br /><br />]]></content:encoded>
			<category>natürlich überregional</category>
			<category>03.2009</category>
			<category>Glosse</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 29 Jun 2010 10:12:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Für Natürlich-Besserwisser: So entsteht Wind</title>
			<link>http://www.natuerlichmagazin.de/index.php?id=49&#38;tx_ttnews%5Btt_news%5D=255&#38;cHash=d73941c02d6627a935ec1c487468a22c</link>
			<description>Die Tage werden kürzer, langsam wird es kühler und der Wind pustet kräftig durch unsere Stadt. Aber...</description>
			<content:encoded><![CDATA[ Ihr kennt Wind ganz sicher in vielen verschiedenen Formen: als Brise, Lüftchen, Böe, Sturm oder als Tornado. Eigentlich haben wir es jeden Tag mit Wind zu tun: angenehmer Rückenwind oder lästiger Gegenwind auf dem Fahrrad, <img clickenlarge="1" class="links" style="float: left;" src="uploads/RTEmagicC_Drachen_freig_BN_Wiebke_H_Kopie_01.jpg.jpg" width="243" height="348" alt="" />Zugluft in der Wohnung, die kühlende Sommerbrise, aber auch der gefährliche Orkan, der über unsere Stadt fegt und für Zerstörung sorgt. Und was ist jetzt eigentlich Wind? Also, Wind ist nichts weiter als bewegte Luft. Dass es bei uns &nbsp; auf der Erde zu dem Phänomen Wind kommt, hängt ganz eng mit der Strahlkraft der Sonne zusammen. An den verschiedensten Orten der Welt strahlt die Sonne mit ganz unterschiedlicher Intensität. <br />Am Äquator beispielsweise strahlt die Sonne am stärksten, weil die Sonnenstrahlen dort fast senkrecht auf die Erde treffen, an Nord- und Südpol hingegen wird die Erde nur gestreift, dort ist die Intensität der Sonnenstrahlen sehr schwach. Das Ergebnis ist, dass sich die Luft am Äquator sehr stark erhitzt und in höhere Schichten der Atmosphäre hinaufsteigt, während sich die kühle Luft an Nord- und Südpol konzentriert. Dadurch erhöht sich der Luftdruck in der Atmosphäre, am Äquator in den höheren Luftschichten, an den Polen in Bodennähe. Daher stammen die Bezeichnungen Hochdruckgebiet und Tiefdruckgebiet. Die kennt ihr bestimmt aus der Wettervorhersage. Die Natur gleicht diese unterschiedlichen Druckzustände aus, indem sich die Luft des Äquators in Richtung der Pole bewegt und die Luft der Pole in Richtung Äquator. Die so in Bewegung gesetzte Luft nennen wir Wind. <br /><br /><b>Am Meer ist’s windiger </b>
Dabei kommt es auch darauf an, ob die Sonne auf Land- oder Wassermassen wie das Meer strahlt. Auf dem Wasser erwärmt sich die Luft nicht so schnell wie auf dem Land. Dies hat zur Folge, dass sich hier unterschiedliche Druckverhältnisse ergeben. Und um diesen Druck auszugleichen, weht dann ein Wind vom Wasser in Richtung Land. Deswegen ist es am Wasser meistens windiger als im Binnenland. <br />Die Entstehung von Wind hängt außerdem mit der Erdrotation, also der Drehung der Erde um die eigene Achse, zusammen. Durch die Drehbewegung werden die Luftmassen verwirbelt und in Bewegung gesetzt.&nbsp;
<b><br /></b><b>Ohne Wind nix los </b>
Wir Menschen haben gelernt, mit Wind zu leben und ihn für unsere Zwecke zu nutzen: Zum Beispiel wird aus der Energie, die der Wind freisetzt, Strom gewonnen. Eine sehr umweltfreundliche Art, Strom zu erzeugen. Bestimmt habt ihr schon häufig die riesengroßen Windräder gesehen, die sowohl auf dem Wasser vor den Küsten als auch an Land stehen. Dies sind Energiegewinnungsanlagen. Aber auch Segelschiffe, Ballons und Segelflugzeuge – und auch Sportarten wie Segeln, Windsurfen oder Kitesurfen funktionieren nur mit Wind. <br /><br />
<p class="greenbox region"><b>Basteltipp: Flugdrachen bauen<br /><br />Bastle dir deinen eigenen Flugdrachen!</b><br /><br /><br /><img clickenlarge="1" class="links" style="float: left;" alt="Bauanleitung: Flugdrachen" title="Bauanleitung: Flugdrachen" src="uploads/RTEmagicC_Drachenanleitung_BN_Wiebk_Kopie.jpg.jpg" width="270" height="273" /><b>Dafür brauchst du:</b><br /><br />• Papier in Quadratform<br />• Stifte zum Bemalen<br />• eine Schnur<br />• Krepppapier<br />• ein schmales Holzstück <br />(mind. 10 cm lang)<br /><br /><b>Und so geht’s:<br /><br /></b><b>1.</b> Du faltest das quadratische Papier in der Diagonalen <br />(jetzt sieht es aus wie ein Dreieck), so dass es einen Knick gibt.<br /><br /><b>2.</b> Nun öffnest du das Papier wieder und faltest dann die Ecke<br />rechts unten hin zum Knick in der Mitte.<br /><br /><b>3. </b>Dasselbe machst du mit der Ecke links unten, und schon<br />erkennst du eine Drachenform.<br /><br /><b>4. </b>Damit der Drachen nicht so schnell kaputtgeht, falte noch einmal genau so einen Drachen und klebe ihn exakt über den ersten Drachen.<br /><br /><b>5.</b> Nun ist der Drachen eigentlich schon fertig. Jetzt schneidest du eine etwa 30 cm lange Wollschnur zurecht. Klebe die Schnur direkt an das untere Ende des Drachens. Fertig ist der Drachenschwanz, an dem du jetzt noch kleine Röllchen aus Krepppapier befestigst. Diese Röllchen sollten nicht länger als 6 cm sein.<br /><br /><b>6.</b> Jetzt malst du deinen Drachen so an, wie du es am liebsten magst. Zum Schluss musst du nur noch eine lange Schnur an dem Drachen befestigen. Die Schnur wickelst du um das Holzstück und benutzt es als Spule zum Auf- und Abwickeln.</p>]]></content:encoded>
			<category>natürlich überregional</category>
			<category>03.2009</category>
			<category>Kinderspaß</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 28 Jun 2010 14:49:00 +0200</pubDate>
			
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