Scharfe Muntermacher
Von: Sabine Ernst, 24.06.2010 | | weet | Teilen50 Gewürzsorten steigern im Gewürzmuseum Spicy’s in der Hamburger Speicherstadt den Appetit. Von Anis bis Zimt reicht die Aromenwelt, in der über Herkunft, Verwendung und Lagerung von Grundgewürzen informiert wird. Die anregende Wirkung – etwa von Scharfmachern wie Chili – bleibt dabei nicht unerwähnt. „Scharf macht glücklich“, sagt Geschäftsführer Ingo Vierk und weiß auch warum: „Chilischoten enthalten den Stoff Capsaicin.
Der erzeugt das Schärfegefühl auf der Zunge.“ Doch diese Wahrnehmung ist wissenschaftlich gesehen gar keine Geschmacksempfindung. Denn das Alkaloid Capsaicin verursacht eine Schmerzreaktion. Der Körper schüttet deshalb Endorphine aus, die auch als Glückshormone bekannt sind. „Sie lindern den Schmerz und regen den Kreislauf immens an. Chili ist also ein echter Muntermacher“, sagt Vierk mit Blick auf die Frühlingsmuffel. Mehr Informationen im Internet unter www.spicys.de.
Faires Konzept
6 150 Kilogramm fair gehandelten Kaffee hat das Studierendenwerk Hamburg in seinen insgesamt 26 Mensen und Cafés im vergangenen Jahr
eingesetzt. Dazu kommen nach eigenen Angaben rund 51 000 Portionen Fairtrade-Tee. Für seine gastronomischen Angebote, darunter Wok-Station, Kaffeebar und Bio-Take- Away, bekam das Studierendenwerk im vergangenen Jahr den „Frankfurter Preis der deutschen Gemeinschaftsverpflegung“ verliehen. Damit wurde nach zehn Jahren erstmals wieder ein Hochschulgastronomie- Konzept mit dem begehrten Branchen-Oscar ausgezeichnet. Das innovative Konzept der Hamburger setzt nicht nur auf ökologische Produkte und Frischfleisch aus kontrollierter Zucht. Auch mit modernem Design und längeren Öffnungszeiten hat das Studierendenwerk auf die veränderten Konsumgewohnheiten der Nutzer reagiert. Mehr Informationen im Internet unter www.studierendenwerk-hamburg.de.
Grüne Vielfalt
100 Pflanzenarten beherbergt eine gepflegte Wildblumenwiese. Die Artenvielfalt an Gräsern, Kräutern und Blumen bietet außerdem zahlreichen Insekten eine ideale Nektarquelle, so Thomas Wagner, Sprecher des
Landesbundes der Gartenfreunde in Hamburg. Bei der fachgerechten Pflege allerdings sei weniger oft mehr: „Der größte Irrtum: Die Wiese braucht viel Dünger“, sagt Wagner. Doch gerade Wildblumen wie Klatschmohn und Kornblumen würden am besten auf kargem, nährstoffarmem Boden gedeihen. „Diese Blüher kommen mit überfütterten Böden nicht zurecht“, erläutert er. Hobbygärtnern empfiehlt Wagner daher, die Wiese nahezu sich selbst zu überlassen. So stelle sich die Artenvielfalt von ganz allein ein. „Die Blumenwiese als Anbauform kommt dem ökologischen Gärtnern sehr nahe“, so der Fachmann. Zweimal im Jahr sollte das Paradies allerdings gemäht werden.
Mehr Informationen im Internet unter www.hamburgergartenfreund. de.

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