Kategorie: natürlich Düsseldorf, 02.2009, Die Welt in Zahlen

Ende eines Streichkonzerts

Von: Sabrina Knoll, 24.06.2010 | | weet | Teilen

1 120 000 E u r o bekommen Obdachlose in Nordrhein-Westfalen jetzt doch – etwa wegen des Düsseldorfer Karnevals? Ursprünglich hatte die Landesregierung die Unterstützung in Höhe von 1,2 Millionen Euro jährlich ersatzlos gestrichen. Hilfsorganisationen gingen auf die Barrikaden, der Cellist Thomas Beckmann protestierte mit „Streichkonzerten“ – ohne Erfolg.

Ende eines Streichkonzerts

Dann kam Rosenmontag und mit ihm ein Umzugswagen, der Regierungschef Jürgen Rüttgers als Skinhead zeigte, wie er mit einem Baseballschläger auf Beckmanns Cello einschlägt. Kurz darauf kam folgende Meldung von der Staatskanzlei: Ein neues „Aktionsprogramm“ werde geschaffen, 1,12 Millionen Euro sollen helfen, Obdachlosigkeit zu vermeiden. Zufall oder nicht, das ist eigentlich egal. Was zählt ist, dass die Obdachlosenprojekte weiter unterstützt werden. Mehr Informationen im Internet unter: www.gemeinsam-gegen-kaelte.de

Junge Heldin

17
Jahre alt ist Julia Felger, die mit dem Festival „Junge Helden für die Zukunft“ zahlreiche Menschen ins Düsseldorfer Stahlwerk lockte. Mit diesem Benefizkonzert wollte sie auf das Thema Organspende aufmerksam machen. Julia FelgerDie Gymnasiastin weiß aus eigener Erfahrung, welche Probleme das Thema mit sich bringt und welche Ängste es auslösen kann. Ihr Vater leidet an einer seltenen Stoffwechselkrankheit. Als sie gerade sechs Jahre alt war, brauchte er eine neue Leber. Die kleine Julia verstand das damals zwar noch nicht, setzte sich aber seither intensiv mit dem Thema auseinander. Was kann man tun, um Menschen dafür zu sensibilisieren, ohne sie gleich zu verschrecken? Ihre Antwort darauf war dieses Konzert. Und Julia hat ihr Ziel erreicht: Jugend und Engagement – das muss nicht zwangsläufig ein Widerspruch in sich sein. Mehr Informationen im Internet unter: www.junge-helden.org

 

Nachhaltige Bildung

20
Schulen gehören dem Düsseldorfer Netzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ an. Mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Projekten gestalten diese Schulen ihren Unterricht und das Schulleben als Bildung für eine nachhaltige Entwicklung. Dabei erstrecken sich die Themenfelder von A wie Abfall und Artenschutz bis hin zu W wie Wasser und Wald. Neben zahlreichen individuellen Aktionen gibt es auch schulübergreifende Projekte, wie das 50:50-Modell: Gelingt es den Schulen, ihre Energiekosten (oder die Müllgebühren) zu senken, legt die Stadt Düsseldorf die Hälfte der eingesparten Kosten auf den Schuletat oben drauf. Somit nützt dieses Projekt nicht nur der Umwelt, sondern auch den Schulen selbst. Mehr Informationen über das Netzwerk gibt es unter: www.umweltschulen.de/ audit/duesseldorf/index.html




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