Kleine Wohltäter
Von: Sabine Ernst, 24.06.2010 | | weet | Teilen50 Sonderbriefmarken erscheinen in Deutschland rund gerechnet jedes Jahr. Herausgeber der Kunstwerke im Kleinformat ist das Bundesfinanzministerium; für den Verkauf dagegen ist die Deutsche Post zuständig. Etwa 100 Grafiker liefern die Motive, die auf kleinstem Raum ein Stück deutsche Geschichte und Kultur widerspiegeln sollen.
Fünfzehn der veröffentlichten Sonderbriefmarken setzen außerdem ein Zeichen für soziales Engagement und Ehrenamt. Mithilfe dieser Marken, für die Porto plus Zuschlag erhoben werden, können gemeinnützige Projekte gefördert werden. Seit 1992 erscheint alle zwei Jahre eine Sondermarke zugunsten des Umweltschutzes. Auf dieser „Umweltmarke“ tummelte sich im vergangenen Jahr Eisbär Knut, um auf vom Aussterben bedrohte Tierarten aufmerksam zu machen. 2010 soll der Schutz der Meere zum Markenzeichen werden. Mehr Informationen im Internet unter: www.bundesfinanzministerium.de
http://www.bundesfinanzministerium.de
Speicherkraft
20 Milliarden Kubikmeter Erdgas können in Deutschland derzeit unterirdisch gespeichert werden. Das ist nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) das größte Speichervolumen in Europa, gefolgt von Italien (13,4 Mrd. m3) und Frankreich (11,7 Mrd. m3). In großen Mengen
lässt sich das flüchtige Gasgemisch – anders als Kohle und Erdöl – nur in unterirdischen Lagerstätten oder Hohlräumen speichern. Durch Erdgas wurden in Deutschland im Jahr 2007 rund 12 Prozent des Stroms erzeugt; mit einem Anteil von knapp 48 Prozent trägt es laut BDEW vor allem zur Absicherung des Wärmemarktes bei. Erdgas ist auch als Kraftstoff zunehmend gefragt: So setzen erdgasbetriebene Fahrzeuge bis zu 25 Prozent weniger Kohlendioxid frei als Benzinfahrzeuge und bis zu 12 Prozent weniger als Dieselfahrzeuge, informiert die Initiative Erdgas als Kraftstoff unter: www.erdgasfahrzeuge.de
Natur pur
13 deutsche Kulturlandschaften hat die Unesco, die Kulturund Bildungsorganisation der Vereinten Nationen, bislang als Biosphärenreservate anerkannt. Dazu gehören neben Rhön, Hamburgischem Wattenmeer und
Berchtesgaden auch Spreewald, Südost-Rügen sowie die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Sie repräsentieren nach Angaben der Deutschen Unesco-Kommission wichtige Lebensräume und Landschaftstypen, die der Mensch über Jahrhunderte hinweg gestaltet hat. Die ersten Biosphärenreservate wurden in Deutschland 1979 gegründet: das Vessertal im Thüringer Wald und der Steckby-Lödderitzer Forst in Dessau-Rosslau (Sachsen-Anhalt). Das Jubiläum feiert die Dachorganisation der deutschen Großschutzgebiete 2009 mit einem „Nationalen Jahr der Biosphärenreservate“ und vielen Veranstaltungen. Weltweit gibt es 531 Biosphärenreservate in 105 Staaten. Mehr Informationen im Internet unter: www.unesco.de

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